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Verärgerung über Umwege durch Bauarbeiten in Bahlburg: "Brücke zerteilt unser Dorf"

Vor der Brücke: Ortsvorsteherin Ulrike Hermann und Ratsherr Otto Schmidt
ce. Bahlburg. Eine Brücke bzw. deren Sanierung bringt ein ganzes Dorf auf Zinne. Seit Ende Juni und voraussichtlich noch bis zum 7. August wird die rund 50 Jahre alte Überquerung wieder instandgesetzt und ist so lange für Verkehrsteilnehmer voll gesperrt. "Den Bahlburgern wird zugemutet, dass sie Umwege zwischen zehn und 20 Kilometer über Vierhöfen und Garstedt bzw. über Westergellersen und Salzhausen fahren müssen, wenn sie in ihr Dorf oder hinaus gelangen wollen!", ärgern sich Marlis Schreyer-Leimbach und Sylvia Fuhrmann. Sie gehören zu einer Bürgerinitiative (BI), die von der Stadt Winsen die vorübergehende Freigabe von Wirtschaftswegen für die Bahlburger fordert, um Abhilfe gegen die Umwege zu schaffen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hat die BI jetzt eine Unterschriftenliste mit 200 Unterzeichnern an Bürgermeister André Wiese geschickt.
Für einen kürzlich stattgefundenen Flohmarkt in Bahlburg wurden laut der BI die eigentlich nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassenen Routen Brunshornweg und Binnenheideweg für die Besucher freigegeben. "Warum gibt es Ausnahmen für 'Spaßveranstaltungen', aber nicht für Pendler und Mütter, deren Kinder in Nachbarorte zum Kindergarten oder zur Krippe gebracht werden müssen?", fragt die BI. Zudem sei die Umweltbelastung durch den höheren Spritverbrauch infolge der Umleitungen nicht zu unterschätzen.
"Die Brücke, die derzeit nur von Fußgängern passiert werden darf, zerteilt unser Dorf in zwei Teile. Ich kann den Unmut der Menschen verstehen und bin über die Gegebenheiten auch nicht glücklich", sagt Bahlburgs Ortsvorsteherin Ulrike Herrmanns (51). Sie hoffe, dass die Bauarbeiten wie angekündigt spätestens zum Ende der Sommerferien am 7. August abgeschlossen sind. "Ansonsten bricht hier ein totales Chaos aus." Der Bahlburger Ratsherr Otto Schmidt (68) ärgert sich über Auto- und Motorradfahrer, die aus Richtung Westergellersen nach Bahlburg wollen. "Diese Leute werden frühzeitig auf Schildern darüber informiert, dass hier derzeit kein Durchkommen ist. Sie versuchen es aber trotzdem und sorgen dadurch für unnötige Verkehrs- und Lärmbelästigung."
Um gegen die lästigen Umwege Abhilfe zu schaffen, plädiert unter anderem eine Bürgerinitiative viele Einwohner für eine vorübergehende Freigabe der Wirtschaftswege. Dieses wäre nach Ansicht von Ulrike Herrmanns nicht die "optimale Lösung". "Diese Wege sind für die Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge angelegt. Wenn dann noch der 'normale' Verkehr hinzukommt, könnten die Routen überlastet werden und Schaden nehmen", befürchtet sie.