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Verkehrsfluss optimieren

An dieser Autobahnabfahrt soll eine Ampel installiert werden (Foto: thl)

Stadt und Landkreis planen Veränderungen auf der Osttangente

thl. Winsen. In den vergangenen Jahren sind die Verkehrsbelastungen auf der Osttangente, insbesondere auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Max-Plank-Straße (Gewerbegebiet Ost) und der Benzstraße (Gewerbegebiet Luhdorf), stärker gestiegen als prognostiziert. Schon heute kommt es in den Verkehrsspitzenzeiten sowohl auf der Osttangente, wie auch auf den Abfahrtsrampen der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost, teilweise zu Verkehrsbehinderungen.
Aus diesem Grund befasst sich der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Winsen in seiner morgigen Sitzung (17.30 Uhr im Rathaus) mit einer möglichen Verkehrsoptimierung auf der Tangente. Denn: "Mit der Inbetriebnahme der derzeit noch im Aufbau begriffenen Niederlassung von Amazon ist absehbar, dass die Verkehrsbelastung noch weiter ansteigt. Die Amazonlieferverkehre liegen bei täglich bis zu 700 Lkw-Fahrten. Dazu kommen die An- und Abfahrten von 2.000 Mitarbeitern im Mehr-Schichtbetrieb. In welchem Umfang diese Fahrten durch Pkw erfolgen und wie stark der auf Kosten der Firma Amazon installierte Shuttle-Busverkehr mit den Bahnhöfen Winsen und Harburg genutzt wird, lässt sich noch nicht abschließend einschätzen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass es in bestimmten Situationen (Schichtwechsel, Weihnachtsgeschäft) zu besonderen verkehrlichen Abläufen kommt", heißt es in der Vorlage für die Sitzung.
Als erste Maßnahme soll an der Autobahnrampe aus Richtung Hamburg kommend eine Ampelanlage installiert werden. Weiter sollen an der Einmümdung zur Benzstraße die Rechts- bzw. Linksabbiegespur um rund 40 bzw. 80 Meter verlängert werden. Zudem soll auf der Osttangente eine separate Rechtsbiegerspur in die Max-Planck-Straße eingerichtet werden. Und die Abfahrrampen der A39 sollen aufgeweitet und auf ihnen Abbiegespuren in Richtung Kernstadt und in Richtung Luhdorf installiert werden. Geschätzte Baukosten für alles: rund eine Millionen Euro. Der Landkreis hat bereits signalisiert, als Straßenbaulastträger 610.000 Euro invstieren zu wollen, die restliche Summe müsste von der Stadt aufgebracht werden. Die Verwaltung sieht die Maßnahmen als notwendig an und will die Summe über die Haushalte 2018 und 2019 verteilen.
Allerdings: Zur Durchführung der meisten Maßnahmen muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Und diesen sollen die Politiker jetzt auf den Weg bringen.