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Vier-Sterne-plus-Nobelhotel am Luhmühlener Turniergelände geplant

Der Vorentwurf: So könnte die Nobelherberge "Hotel Luhehof" - so ein erster Arbeitstitel - nach ihrer Fertigstellung aussehen (Foto: Planungsbüro Patt)
 
Auch Erholung und Wellness werden großgeschrieben: der Hotelneubau-Entwurf aus südwestlicher Sicht (Foto: Planungsbüro Patt)

Fluch oder Segen für Gastronomie und Hotellerie im Raum Salzhausen?

  ce. Luhmühlen/Westergellersen. Segen oder Fluch für die Hotellerie und Gastronomie in der Samtgemeinde Salzhausen? Die bereits seit längerer Zeit laufenden Planungen für eine Nobelherberge unweit des Ausbildungszentrums Luhmühlen (AZL) in der Westergellerser Heide nehmen konkrete Formen an. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Westergellerser Gemeinderat mehrheitlich dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zur Errichtung eines neuen Vier-Sterne-plus-Hotels für rund 30 Millionen Euro zu.
Der Vorentwurf für das Projekt wird nun im Rahmen der Beteiligung von Bürgern und der Träger öffentlicher Belange ausgelegt. Der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Gellersen, in dem das anvisierte Gelände als Sondergebiet für Freizeit und Tourismus ausgewiesen ist, ist bereits seit einigen Jahren rechtskräftig. Dies geschah auch auf der Grundlage eines gemeinsamen Entwicklungskonzeptes der Landkreise Lüneburg und Harburg.
Auf dem 61.000 Quadratmeter großen Areal nahe den Wohnmobilstellplätzen in der Westergellerser Heide ist unter anderem der zweigeschossige Hotel-Komplex mit 80 Zimmern unterschiedlicher Größe, Restaurant, einem rund 1.500 Quadratmeter großen Wellnessbereich, Innen- und Außenpool sowie Tiefgarage geplant. Hinzu kommen 40 Zwei-Zimmer-Wohnungen als Feriendomizile. Die Anreise soll über die beiden Zufahrten "Westergellerser Heide" erfolgen. "Bauherr ist eine Investorengruppe von Privatleuten aus den Kreisen Lüneburg und Harburg. Betreiber des Hotels wird die Hamburger RIMC-Gruppe, eine internationale Gesellschaft, unter deren Regie etwa 50 Hotels in ganz Europa laufen", verrät Projektleiter Günter Becker von der Hamburg-Hemdinger Bau GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein gegenüber dem WOCHENBLATT. Er wirbt für den Neubau als "Ort der Ruhe, Entspannung und Gesundheit". Das Hotel solle Reiter anlocken, die an Turnieren oder Lehrgängen in Luhmühlen teilnehmen, aber auch ein touristischer Magnet für andere Gäste aus aller Welt sein. "Als Eröffnungstermin haben wir Juni 2019 angepeilt - pünktlich zur dann in Luhmühlen stattfindenden Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter", kündigt Günter Becker an.
Der Vorstand des Verkehrs- und Kulturvereins (VKV) Salzhausen als Interessenvertretung auch der örtlichen Gastronomie und Hotellerie begrüßt den Bau des Vier-Sterne-plus-Hotels in der Westergellerser Heide. "Ein solches Projekt könnte unserer Region positive Impulse bescheren für die Wirtschaft, für die Kultur und für den Sport", erklärt VKV-Vorsitzender Hans-Uwe Weyer auf WOCHENBLATT-Anfrage. "Auch die zahlreichen Freizeitaktivitäten in unserer Gemeinde und Samtgemeinde könnten davon profitieren. Wir würden es jedoch begrüßen, wenn in unserer Region für Freizeitgruppen auch bezahlbare Unterkünfte entstehen würden", so Weyer weiter.
"Ein Hotel in der geplanten Größenordnung in unmittelbarer Nachbarschaft wird natürlich belebende Auswirkungen auf das Grundzentrum Salzhausen haben und sich hoffentlich auch positiv auf die regionalen gastronomischen Angebote auswirken", nimmt Salzhausens Samtgemeinde-Bürgermeister und Gemeindedirektor Wolfgang Krause Stellung zu dem Vorhaben.