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Wann endet Findungsphase?

Auf dieser Fläche an der Scharmbecker Straße will Jörg Schröder einen Supermarkt errichten, darf es bisher aber nicht (Foto: thl)

Nahversorger Ashausen: Verwaltung "prüft" bis heute noch die Sachlage / Zeit zum Klartext sprechen

thl. Ashausen. "Wetten, dass der Berliner Flughafen eher fertig ist, als das in Ashausen ein Supermarkt gebaut wird?" Solche und ähnliche Wetten laufen mittlerweile bei den Bürgern, wenn es um das Thema "Nahversorger im Ort" geht. Grund: Die Gemeindeverwaltung befindet sich nach wie vor in einer Art "Findungsphase". "Was für einen Markt benötigt das Dorf?", "Wie groß darf die Verkaufsfläche sein?", "Wo ist der ideale Standort?" - diese Fragen werden nach Auskunft von Bauamtsleiter Uwe Gundlach derzeit geklärt. Das Problem dabei ist nur, die "Findungsphase" dauert nun schon mehr als vier Jahre. Vier Jahre, in denen die Gemeinde immer wieder die gleichen Fragen geprüft hat - und bis heute keine Antworten gefunden hat.
Man sei mit mehreren Interessenten im Gespräch, allerdings gebe es unterschiedliche Auffassungen über die Dimensionen der Verkaufsfläche, teilt Gundlach in der Sitzung des Gemeinderates mit. Eine überraschende Aussage, denn bisher war zuletzt nur noch Investor Jörg Schröder bekannt, der an der Ortseinfahrt an der Scharmbecker Straße einen Edeka-Markt bauen möchte und von der Verwaltung immer wieder aufs Wartegleis geschoben wurde. Allerdings wurde im Oktober vergangenen Jahres bekannt, dass Bauleitplanerin Tina Hirt plötzlich auch wieder die Idee eines Dorfladens aufleben lassen wolle (das WOCHENBLATT berichtete).
Letztlich ist jetzt die Politik gefordert, die Verwaltung aufzufordern, Nägel mit Köpfen zu machen. Im Oktober 2017 befragte das WOCHENBLATT die Fraktionen. SPD-Chef Bernd Henke sagte damals: "In den kommenden sechs Monaten muss klar werden, welche Alternativen grundsätzlich denkbar sind. Und diese müssen dann den Bürgern vorgestellt werden." Peter Ziegler bezeichnete das Vorgehen der Gemeinde als "Ding der Unmöglichkeit" und für CDU-Chef Wolfgang Spaude stand fest: "Wir müssen dem Investor ganz klar sagen, ob er bauen darf oder nicht. Für mich steht fest, dass wir einen solchen Markt bei uns im Dorf benötigen."
Die von Henke ins Spiel gebrachten sechs Monate sind um. Jetzt ist es Zeit, endlich Klartext zu reden - für den Investor, aber auch für die Bürger, sie sich einen Nahversorger im Dorf wünschen.