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"Weiterer Schritt für die Sicherheit": Tempo-Dialog-Systeme wurden in Vierhöfen aufgestellt

Mit einem der Dialog-Diyplays: Eberhard Leopold (li.) und Hans-Heinrich Putensen (Foto: Gemeinde Vierhöfen)
ce. Vierhöfen. In Vierhöfen wurden jetzt die vom Gemeinderat beschlossenen Tempo-Dialog-Systeme aufgestellt. Die Geschwindigkeitsmessanlagen vor den Bushaltestellen im Bereich Alte Dorfstraße/Lange Heide und Radbrucher Weg "kommunizieren" mit den Verkehrsteilnehmern: Auf großen Displays mit einem kleinen Schulmädchen als Motiv werden Auto- und Motorradfahrer in roten Buchstaben etwa 80 Meter vor den Haltestellen zum „Langsam fahren“ aufgefordert. Nach dem Prinzip von Lob und Tadel "bedankt" sich das Mädchen mit einem grün leuchtenden "Danke“, wenn die Fahrer auf das vorgeschriebene Tempolimit abbremsen.
"Wie Erfahrungen in anderen Städten mit dem Tempo-Dialog-Systeme zeigen, können sich viele Fahrer dieser von einem Kind vorgetragenen Bitte kaum entziehen“, sagte Bürgermeister Eberhard Leopold, der gemeinsam mit Gemeindearbeiter Hans-Heinrich Putensen die Displays installierte. „Dies ist ein weiterer Schritt, um das Tempo im Ort zu reduzieren. Wir müssen alle Möglichkeiten ausprobieren, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer, nämlich Schüler, Fußgänger und Radfahrer, zu schützen. Schon vor diesem Hintergrund ist die Investition von 8.000 Euro gerechtfertigt“, so Leopold.
Mit dem System könne die Gemeinde die Geschwindigkeiten und die Anzahl aller den Ort passierenden Fahrzeuge zu jeder Zeit erfassen. Damit habe die Kommune belegbare Nachweise für die künftige Verkehrsentwicklung. "Dies wird im Hinblick auf die Ende des Jahres erwartete Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens für den Kiesabbau von großer Bedeutung sein", betonte der Bürgermeister. Nach dessen jüngsten Informationen soll der Schwerlastverkehr nach dem Willen des Abbauunternehmens durch die gesamte Ortschaft rollen.
Schon seit langer Zeit versucht die Gemeinde Vierhöfen, die Geschwindigkeiten in der langgezogenen Ortsdurchfahrt zu reduzieren. Zu den Forderungen gehören unter anderem ein Fußgängerüberweg und ein Tempolimit von 70 km/h vor der Ortseinfahrt aus Richtung Westergellersen. Beides wurde bisher von der Verkehrsbehörde beim Landkreis Harburg nicht genehmigt. Begründung: Der Zebrastreifen spiegele lediglich eine "Scheinsicherheit" vor, und im Bereich der Ortseinfahrt seien keine Unfälle nachgewiesen (das WOCHENBLATT berichtete). Eberhard Leopold: "Daher wird die Gemeinde prüfen, ob der Bau einer Querungshilfe an den beiden Bushaltestellen technisch machbar und finanzierbar ist."