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Wild parkende Wochenmarkt-Beschicker in Winsener Rathausstraße verärgern Anlieger: "Wir werden behindert und beschimpft"

Erster Erfolg für Anlieger Dieter Többen: Die Zufahrt zur Alten Post wird nicht mehr durch Marktbeschicker-Wagen versperrt. Többen ärgert sich aber über viele "Wildparker" an Markttagen in der Rathausstraße
ce. Winsen. Der Winsener Wochenmarkt, der im Juni aufgrund der inzwischen abgeschlossenen Bauarbeiten auf dem Schlossplatz und verschiedener dortiger Veranstaltungen in die Rathausstraße verlegt wurde und nun vorerst dort bleiben soll, lockt Kunden von nah und fern an. Vielen Anwohnern ist das Markttreiben jedoch ein Dorn im Auge, weil es für sie erhebliche "Nebenwirkungen" mit sich bringt.
"An den Markttagen Dienstag und Samstag werden wir am Ein- und Ausfahren aus unserer Zufahrt behindert, da diese oft von Marktbeschickern und anderen Fahrzeugen dichtgeparkt ist", ärgert sich Dieter Többen, der im Mehrfamilienhaus in der Alten Post in der Rathausstraße wohnt. "Wir bezahlen für die Ausnahmegenehmigung, um die Fußgängerzone mit dem Auto benutzen zu dürfen. Wenn wir dies tun, werden wir von Marktbeschickern und Passanten beschimpft", so Többen. Häufig würden auch Bürgersteige durch Fahrzeuge besetzt. Dadurch seien ältere Menschen mit Rollator gezwungen, sich über die unebene Kopfsteinpflaster-Straße und verlegte Stromkabel zu quälen.
Bürgermeister André Wiese erklärte in einem Schreiben an Dieter Többen, dass "nach dem Willen der Marktbeschicker aus der vorübergehenden Verlegung des Wochenmarktes (...) eine dauerhafte Verlagerung des Standortes in die Rathausstraße" werden solle. Die Beschicker, die sich von der besseren Lage noch mehr Kunden versprechen, sammelten bei Kollegen und Besucher insgesamt rund 1.100 Unterschriften, um ihre Forderung zu untermauern.Többen kritisierte diese Auslegung der Marktsatzung, wonach der Marktbereich "aus besonderem Anlass vorübergehend verlegt" werden darf, als "konstruiert und rechtswidrig".
Unterdessen gab es Gespräche zwischen Anliegern und Stadtverwaltung. "Dort wurde immerhin veranlasst, dass die Ausfahrt der Alten Post nicht mehr von großen Beschickerständen versperrt wird", berichtet Hausbewohnerin Annegret Meynen. Sie und weitere Anlieger fordern zudem unter anderem, dass ihnen an den Markttagen die Zufahrt vom Von-Somnitz-Ring in die Rathausstraße ermöglicht wird, um ihnen die beschwerliche Anfahrt über die Eckermannstraße zu ersparen.
"Die Probleme werden weiter in den politischen Gremien diskutiert", kündigte Erster Stadtrat Christian Riech auf WOCHENBLATT-Anfrage an. "Die Stadt ist bemüht, zwischen den Interessen der Marktbeschicker auf der einen und der Anwohner auf der anderen Seite zu vermitteln."