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Winsener Elterninitiative "KiWis" engagiert sich für Verbesserung der Ganztagsschulen

ce. Winsen. Die neu gegründete Winsener Elterninitiative, die sich für die Verbesserung der Ganztagsschulen einsetzt, stimmte in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich dafür, sich
"KiWis – Kinder Winsens“ zu nennen. Die "KiWis" werden sich zukünftig dafür einsetzen, dass für alle Jungen und Mädchen eine durchgängige und qualitativ hochwertige Betreuung an allen unterrichtsfreien Tagen und und in Ferienzeiten an allen Schulstandorten eingeführt  wird. Zudem soll ein Frühdienst ab 7 Uhr und eine Betreuung bis 17 Uhr an allen Wochentagen angeboten werden, unabhängig vom Bedarf.
"Die jüngste diesbezügliche Beschlussfassung des Rates der Stadt Winsen bedeutet für die jetzigen und künftigen Grundschulkinder, dass sie bei der Inanspruchnahme der kostenpflichtigen Ferienbetreuung gegebenenfalls für jeweils fünf Tage (Oster- und Herbstferien) und in den Sommerferien für zwölf bzw. zukünftig 17 Tage an eine für sie fremde Schule wechseln müssen" so "KiWis"-Sprecherin Christine Glawe. "Daraus ergibt sich der Umstand, dass die Grundschulkinder umgeben sind von ihnen nicht bekannten Betreuern, fremden Kindern und unbekannten Räumlichkeiten. Diese Herausforderung an die Kinder ist in den Augen der 'KiWis' nicht tragbar."
In Bezug auf das Thema "Frühbetreuung“ werde derzeit keine Lösung präsentiert. Gemäß Beschlussfassung solle mit dem Auslaufen der Horte zwar eine Frühbetreuung angeboten werden, was allerdings zur Folge habe, dass Eltern, die ihre Kinder im Schuljahr 2019/2020 einschulen, keine Frühbetreuung in Anspruch nehmen könnten. Da die Horte letztmalig zum Schuljahr 2018/2019 Kinder aufnehmen dürfen, könnten diese Eltern die dort angebotene Frühbetreuung nicht in Anspruch nehmen.
In der jüngsten Ratssitzung appellierte der Bürgermeister laut Christine Glawe an die anwesenden Eltern, dass dem Ganztagsangebot Zeit gegeben werden müsse, sich zu entwickeln und zu festigen. "Für die 'KiWis' ist nicht nachvollziehbar, dass ein Prozess, der sich noch in der Entwicklung befindet und schon jetzt teilweise am Rande der Überforderung arbeitet, vor weitere Herausforderungen gestellt wird. Die daraus resultierenden Belastungen würden auf dem Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen", so Glawe.
Die "KiWis" betonen in diesem Zusammenhang, dass sie sich nicht grundsätzlich gegen die Ganztagsschule aussprechen, sondern lediglich sicherstellen möchten, dass der Ganztag mindestens die Qualität bietet, die der Hort bislang geboten hat, aber laut Beschluss des Rates nur noch in den kommenden zwei Jahren bieten darf.
- Die "KiWis" treffen sich am Samstag, 7. April, um 16 Uhr, wieder im Winsener Hotel am Schlossplatz. Alle Interessierten, die sich für die Grundschulkinder stark machen möchten, sind herzlich willkommen.