Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Wir setzen auf den eigenen Nachwuchs"

"Dem Generationswechsel entgegenwirken": Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause

Salzhäuser Verwaltung bindet ihre Mitarbeiter und steuert so gegen Fachkräftemangel

ce. Salzhausen. Landlauf, landab bereiten der demographische Wandel und der daraus resultierende Fachkräftemangel den Verwaltungen immer stärkere Zukunftssorgen. Die Samtgemeinde Salzhausen will diesem Trend trotzen, indem sie den Nachwuchs aus dem eigenen Rathaus verstärkt bindet. "Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden sieben unserer derzeit 34 Verwaltungsmitarbeiter in Rente gehen. Unter den Ruhestands-Anwärtern sind allein vier Führungskräfte. Um die Abgänge ausgleichen zu können, setzen wir auf unsere 'Eigenzucht'", sagt Verwaltungschef Wolfgang Krause.
So sieht sein von der Politik bereits beschlossenes Personalkonzept aus: Eine Mitarbeiterin, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen hat und aufgrund einer Vakanz ursprünglich befristet für ein Jahr beschäftigt wurde, bekommt nun einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Ebenfalls dauerhaft eingestellt wird eine zweite junge Frau, die im Juni ihre Lehre beendet. "So gewinnen wir zwei Kräfte und können gleichzeitig einer hier schon länger tätigen Mitarbeiterin ermöglichen, an einer längeren Fortbildung teilzunehmen und sich für künftige Aufgaben zu qualifizieren", sagt Wolfgang Krause. In 2019 werde eine weitere Auszubildende fertig, der ebenfalls mit einem Festvertrag eine "langfristige Berufsperspektive" geboten werden solle.
"In der Vergangenheit haben wir Auszubildende nicht immer übernommen. Nun wollen wir dies aber bei entsprechender Leistung konsequent durchziehen, um die Herausforderung Generationswechsel zu meistern", so Krause. Die Umsetzung des Konzeptes bedeute Mehrkosten von rund 50.000 Euro pro Jahr für die Kommune. "Externe Fachkräfte vom ohnehin dünn besiedelten Markt zu engagieren, würde für uns jedoch weitaus teurer", betont Krause.

Lesen Sie auch Babyboomer gehen in Rente