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"Wir wollen uns öffnen" - Zu Besuch im neuem Vereinshaus der Türkisch-Islamischen Gemeinde

Stellten die Baupläne vor: Muharren Avci (li.) und Iman Adem Icöz
thl. Winsen. Ihr bisheriges Domizil an der Niedersachsenstraße war schon lange zu klein. Zuletzt haben sich sogar Anwohner beschwert, dass die Besucher der Türkisch-Islamischen Gemeinde die ganze Straße zuparken (das WOCHENBLATT berichtete). Doch das ist jetzt vorbei, denn der Verein hat eine neue Bleibe - die alte Wäscherei Steinhoff auf der Bleiche.
"Wir sind noch mitten im Umbau", sagt Muharren Avci (51), der dem Verein seit 1996 "mit einer kurzen Unterbrechung" vorsitzt. "Derzeit können wir aber nicht weitermachen, weil Baugenehmigungen noch nicht da sind." Wenn alles klappt, soll ab Frühjahr 2015 das Gebäude erweitert werden. "Wir wollen ein Stockwerk draufsetzen", so Avci. Das Haus solle aber keine Moschee mit Minaretten werden, wie er schon Gerüchte gehört haben will. Im Obergeschoss soll später u.a. der Gebetsraum sein. "Im Erdgeschoss wollen wir einen Sozial- und Kulturtreffpunkt etablieren", sagt der Vereinsvorsitzende. Dabei ist es ihm wichtig, dass dieser Treffpunkt für jedermann ist. "Wir lieben die Deutschen und wir lieben Winsen", sagt Muharren Avci überzeugend. Künftig wolle man den Verein öffnen. Dies sei bisher aus Platzgründen nicht gegangen. "Wer uns noch nicht kennt, darf gerne zu uns kommen", so Avci weiter. "Denn wir wollen, dass unser Verein hier akzeptiert wird. Dafür danken wir unseren Nachbarn von Herzen." Ist der Bau fertig, will die Türkisch-Islamische Gemeinde auch ein großes Fest feiern.
Die Türkisch-Islamische Gemeinde wurde 1984 gegründet. Das erste Vereinshaus stand in der Deichstraße. Es folgte der Umzug in die Lüneburger Straße und 1996 in die Niedersachsenstraße. Der Verein zählt derzeit 120 Mitglieder.