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"Wollen Dialog auf Augenhöhe": Verwaltungschefs aus dem Landkreis Harburg beim Auftakt des "Dialogforums Schiene Nord"

Beim Dialogforum (v. li.): Uwe Sievers, Wolfgang Krause, Rainer Rempe, Martina Oertzen, Olaf Muus und André Wiese (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Landkreis. „Moderationsführung und Arbeitsatmosphäre der Veranstaltung waren konstruktiv und zielführend. Doch es wurde in der Debatte auch sehr schnell deutlich, wo die möglichen Stolpersteine dieses ambitionierten Dialogverfahrens liegen werden.“ Diese Bilanz zog Landrat Rainer Rempe jetzt nach der ersten Sitzung des "Dialogforums Schiene Nord" in Celle. Ziel des Forums ist es, Alternativtrassen zur Y-Trasse für die Verbesserung des schienengebundenen Güterverkehrs von den norddeutschen Seehäfen in den Süden auszuwählen (das WOCHENBLATT berichtete). Teilnehmer waren Vertreter der Deutschen Bahn, des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und des Bundesverkehrsministeriums sowie Landräte, Bürgermeister und Mitglieder von Bürgerinitiativen der betroffenen Regionen. Aus dem Kreis Harburg waren neben Rempe die Bürgermeister Olaf Muus (Hanstedt), Wolfgang Krause (Salzhausen), Martina Oertzen (Seevetal), Uwe Sievers (Stelle) und André Wiese (Winsen) dabei.
Neben Verfahrensfragen ging es zum Dialog-Auftakt auch um das zentrale Thema, welche und wie viele Trassenvarianten diskutiert werden sollen.
„Um die Notwendigkeit und den Bedarf der zur Diskussion gestellten Alternativen zur Y-Trasse sachgerecht, kompetent und damit auf Augenhöhe beurteilen zu können, brauchen wir externen Sachverstand, dessen Finanzierung jedoch noch völlig offen ist“, so Rainer Rempe. „Alle Prognosen müssen hinterfragbar sein.“ Es gehe vor allem darum, die sachlichen Argumente für oder gegen den Aus- oder Neubau von Bahnstrecken auch für die betroffenen Bürger nachvollziehbar zu machen. „Schließlich müssen wir unserer Bevölkerung die hier zu erörternden Lösungswege plausibel vermitteln können.“
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die zweite Forum-Sitzung am 24. April in Celle, die mit Spannung erwartet wird. Dort sollen dann alle den Trassenvorschlägen zugrundeliegenden Prognosen zur Verkehrsentwicklung sowie die Kosten-/Nutzenberechnungen zu den Varianten und Alternativen nachvollziehbar erläutert und ausführlich diskutiert werden. Rainer Rempe: "Wir haben eingefordert, dass dafür alle Unterlagen rechtzeitig vor diesem Termin öffentlich gemacht werden, damit sich die Teilnehmer des Forums vorbereiten können und Transparenz für die Öffentlichkeit hergestellt wird."