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"Wollen noch nachlegen"

Rainer Rempe mit der Auszeichnung

Landkreis Harburg gibt sich mit silbernem Award für Klimaschutz nicht zufrieden

thl. Winsen. „Wir sind stolz darauf, was unsere Versorgungsbetriebe an Klimaschutzmaßnahmen umsetzen und dass wir jetzt sogar dafür ausgezeichnet werden“, sagte Landrat Rainer Rempe anlässlich der Verleihung des European Energy Awards an den Landkreis Harburg am Montag im Kreishaus in Winsen. Dabei hat der Landkreis eine Art Vorreiterrolle, denn bundesweit haben sich nur 35 Landkreise dem Projekt gestellt, das u.a. auch in der Schweiz, Italien und sogar Monaco läuft.
Der Zertifizierung vorausgegangen war ein drei Jahre langer, intensiver Ideen- und Umsetzungsprozess. „Das war eine echte Herausforderung“, so Rempe weiter. Zwar habe die Kreisverwaltung bereits seit 2010 eine Stabsstelle Klimaschutz eingerichtet und seitdem auch 66 Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Doch der Beitritt zum europaweiten Netzwerk European Energy Award (eea) sei noch einmal ein weiterer Schritt gewesen. Durch die eea würden sämtliche Klimaschutzaktivitäten der Kreisverwaltung systematisch erfasst, bewertet, kontinuierlich überprüft, aufeinander abgestimmt und zielgerichtet umgesetzt.
Bei der Bewertung durch eea konnte der Landkreis maximal 331 Punkte erreichen. Am Ende kam er auf 181,5 Punkte, was knapp 55 Prozent ausmachen. Dafür gab es den silbernen Award. „Für Gold hat es nicht ganz gereicht, dafür müssen wir noch etwa 20 Prozent nachlegen“, so Rainer Rempe. Er sei optimistisch, dieses aber im nächsten Prüfungszyklus in drei Jahren zu schaffen.
Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath ließ in einem Kurzvortrag die bisher erreichten Punkte Revue passieren. Dazu gehört u.a. die Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom. die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und Pedelecs für Dienstfahrten, ein neues Abfallirtschaftssystem und die Energieeinspar-Sensibilisierung von rund 11.000 Schüler am den 18 Landkreis-Schulen durch das Projekt „Dreh ab!“. Außerdem wurde für alle 122 landkreiseigenen Gebäude ein Energiemanagement erstellt. „Wo wir noch nachbassern müssen, ist beim Stromverbrauch. Daran arbeiten wir aber“, so Waltenrath. Um den Verbrauch zu reduzieren, will der Landkreis bis 2019 rund elf Millionen Euro investieren.