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Zahl der Wildunfälle steigt an - Was ist zu beachten?

Vorsicht, wenn Tiere über die Fahrbahn laufen (Foto: TÜV Nord)
thl. Winsen. "Wir verzeichnen in den vergangenen Wochen einen leichten Anstieg an Wildunfällen", sagt Johannes Voskors, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg. Grund sind die steigenden Temperaturen. Denn:Das Frühlingswetter lockt nicht nur Menschen in die grünende Natur, sondern lässt auch Wildschwein, Reh und Fuchs aktiver werden. Deswegen steigt jetzt das Risiko von Wildunfällen, wenn die Tiere auf der Suche nach frischem Gras oder neuen Revieren Landstraßen oder Autobahnen kreuzen.
Fast 250.000 Unfälle mit Wild gab es allein im Jahr 2013 auf deutschen Straßen. Dabei bleibt es meist nicht bei Schäden an Tier und Blech. „Bei Tempo 60 prallt ein kleiner Rehbock mit einer Wucht von etwa einer Tonne auf das Fahrzeug“, so Jens Blanke, Leiter der TÜV-Station Winsen. „Bei einem ausgewachsenen Rothirsch sind es sogar fast fünf Tonnen - das entspricht dem Gewicht eines Elefanten.“
Um das Risiko eines Wildunfalls zu verringern, sollte man folgende Punkte beachten:
- Vorausschauend fahren - vor allem in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung
- Möglichst oft mit Fernlicht fahren, um Tiere auf der Fahrbahn frühzeitig zu sehen
- Faustregel beachten: Ein Tier kommt selten allein
- Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, rasch abbremsen, gegebenenfalls abblenden und kurz hupen. Nicht versuchen auszuweichen
- Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, diesen sofort der Polizei melden. Ansonsten droht ein Verfahren wegen Fahrerflucht.
- Den Schaden am Fahrzeug für die Versicherung dokumentieren.