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Zukunft des Salzhäuser Schützenplatzes beschäftigt Schützen und Gemeinde

Sicherungsmaßnahme statt Abriss-Vorbote: Derzeit steht ein Zaun vor dem Salzhäuser Schützenhaus

Bebauung oder Parkplätze: Was folgt nach Schützenhaus-Abriss?

ce. Salzhausen.
"Betreten der Baustelle verboten - Eltern haften für ihre Kinder", prangt ein Schild auf einem Bauzaun, der derzeit vor dem Schützenhaus in Salzhausen steht - und für Irritationen sorgt. "Wird das Haus nun doch abgerissen?", fragen sich viele Bürger mit Blick auf den in die Jahre gekommenen Bau.
"Der Pächter des Hauses, der dort ein Restaurant betrieb, ist zum Jahresende rausgegangen. Wir mussten den Zaun aufstellen lassen, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, solange das Gelände ungenutzt ist", sagt Dirk Hornbostel, Oberst der Schützenkompanie Salzhausen, auf WOCHENBLATT-Anfrage. Der Kompanie gehören das Schützenhaus und das rund 6.000 Quadratmeter große Grundstück drumherum. "Das Schützenhaus muss mittelfristig tatsächlich abgerissen werden, da eine bauliche und energetische Sanierung unsere Mittel erheblich übersteigen würden", so Hornbostel. Das Schützenfest und der Kommers würden in diesem Jahr aber an bewährtem Ort stattfinden.
"Wir müssen das Grundstück nicht verkaufen, weil wir das Geld dringend benötigen, sondern wir wollen die für den Schützenverein wirtschaftlichste Lösung finden", betont der Oberst. Derzeit liefen Gespräche mit einer Erschließungsgesellschaft, weiteren Interessenten und auch mit der Gemeinde Salzhausen. "Unsere Ideen bewegen sich in Richtung Bebauung", verrät Dirk Hornbostel.
"Die Gemeinde würde den Schützenplatz gerne als öffentlichen Parkplatz zur Verfügung stellen, denn insbesondere am benachbarten Sportzentrum ist die Parksituation derzeit sehr unglücklich", erklärt Gemeindedirektor Wolfgang Krause gegenüber dem WOCHENBLATT. Die Gemeinde habe die Schaffung einer Schnellbuslinie von Salzhausen nach Winsen mit dortigem Metronom-Anschluss beantragt. "Wenn das klappt, könnte am Schützenplatz eine Haltestelle eingerichtet werden, die auch Pendler aus Eyendorf und Raven nutzen könnten", so Krause. Eine Wohnbebauung auf dem Schützenplatz hält der Verwaltungschef für ungünstig. "Die Bewohner könnten sich durch den Lärm vom Sportplatz belästigt fühlen", befürchtet er. "Ein Lärmgutachten ist bereits in Auftrag gegeben", räumt hierzu Dirk Hornbostel ein. Er weiß aber auch: "Was immer auf dem Platz entstehen soll: Schützen und Gemeinde müssen an einem Strang ziehen. Wir brauchen immer die Zustimmung der Kommune."