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"Am Bürger vorbei geplant"

Hans-Hermann Menke (Foto: archiv)
thl. Pattensen. "Rechtlich mag das in Ordnung sein, aber moralisch ist diese Vorgehensweise äußerst fragwürdig", sagt Hans-Hermann Menke von der Interessengemeinschaft (IG) Pro Lebensqualität Pattensen. "Ohne die Bürger einzubeziehen hat der Planungsausschuss der Stadt Winsen empfohlen, dass Pattensen im Regionalen Raumordnungsprogramm 2025 zum zentralen Siedlungsgebiet entwickelt wird." Laut Planung soll - wenn es zu einer Neubauausweisung kommt - die Einwohnerzahl des Ortsteils um rund fünf Prozent erhöht werden. Die Stadt weist allerdings darauf hin, dass es im Süden Pattensens noch Wohnbauflächen gebe, die noch gar nicht "angefasst" wurden. Zudem hänge das Wachstum des Ortes von der Nachfrage ab.
Trotzdem sind die Pattensener auf Zinne. Nicht zuletzt auch durch die Art, wie die Empfehlung zustande gekommen sei, heißt es. Menke: "Wir als Bürger hätten bis zum 5. September Einwendungen gegen die Planungen einreichen können. Die Stadt hat jedoch erst fünf Tage nach Ablauf der Frist eine Infoveranstaltung durchgeführt." Und dabei sei nicht einmal darauf hingewiesen worden, dass der Stadtrat in kürzester Zeit über solch drastischen Auswirkungen zu beraten und entscheiden habe.
Seit Jahren warne die IG davor, dass die Dörfer Luhdorf, Wulfasen, Pattensen, Scharmbeck und Bahlburg durch den Bau einer Autobahneckverbindung und einer damit verbundenen Ausweitung der Gewerbegebiete zerstört würden, so Menke weiter. Dieser Gefahr sei man als zentrales Siedlungsgebiet wieder etwas näher gekommen.