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Bis zum 200 Meter hohe Anlagen

Hier am Holtorfsloher Weg sollen fünf zusätzliche Windräder gebaut werden
thl. Pattensen. "Wir sind uns der Auswirkungen auf das Landschaftsbild und dem Vogelschutz bewusst. Es ist aber ein greifbarer Beitrag zur Energiewende und trägt zu dem Klimaschutzkonzept der Stadt bei." Mit dieser Aussage stellte Peter-Max Möller von der Stadtverwaltung im zuständigen Fachausschuss Pläne zur Errichtung von insgesamt 14 Windenergieanlagen vor. Jede einzelne soll bis zu 200 Meter hoch werden. Als Standort hat sich die Verwaltung den Ortsrand von Pattensen sowie eine Fläche zwischen Scharmbeck und Roydorf ausgeguckt. In beiden Bereichen stehen bereits andere Windräder.
Der Planungsausschuss empfahl die nötigen Änderungen im Flächennutzungsplan und die Aufstellung von Bebauungsplänen. Der Verwaltungsausschuss hat anschließend die Sache auf den Weg gebracht.
Doch das riecht nach Zoff. Denn: Im Bereich des Holtorfsloher Weges in Pattensen, wo bereits Windenergieanlagen stehen, sollen fünf weitere Anlagen gebaut werden. Dafür soll das Gebiet erweitert werden. Mit der Folge, dass der dort befindliche Modellflugplatz weichen müsste, da Luftverwirbelungen dort Flüge unmöglich machen würden.
Gegenwind gibt es auch für eine Fläche südlich der L215. Dort macht die Samtgemeinde Salzhausen mobil, weil die Kartierung des Vogelbestandes noch nicht abgeschlossen sei. Denn in der Nähe sollen mehrere Kiebitzpaare brüten.
Ärger könnte es für die Stadt auch wegen des Bereichs Scharmbeck/Roydorf geben, in dem sieben Windkraftanlagen entstehen sollen. Um diese unterzubringen, wurde der Mindestabstand zu Wohnsiedlungen und Vorrangflächen in einigen Bereichen von 1.000 auf 900 Meter reduziert.
Am 16. Dezember will die Stadt die Bürger der betroffenen Gebiete in der Grundschule Pattensen über die Planungen informieren. Insider gehen davon aus, dass die Verantwortlichen mit starkem Gegenwind rechnen müssen. Es sei auch nicht auszuschließen, dass vor allem die streitbaren Pattensener eine weitere Bürgerinitiative gegen die Windräder gründen, heißt es.