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Buddeln für die Gasleitung

In den Kabinen werden die Rohre der Pipeline vor der Verlegung zusammengeschweißt (Foto: oh)
thl. Winsen. Sie buddeln und buddeln was das Zeug hält. Diverse Bautrupps sind derzeit in und um Winsen ingange und treffen Vorbereitungen für die Verlegung der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL). Ob Rottorf, Luhdorf oder Thieshope - überall stehen schwere Baumaschinen, haben Mutterboden abgetragen und graben sich tief ins Erdreich. Grund: Im Herbst soll die Pipeline verlegt sein und in Betrieb gehen. Bis dahin ist noch viel Arbeit nötig. Denn unter Straßen, Bahngleisen und Flüssen müssen die Rohre durch die Erde gepresst werden.
Bei der NEL handelt es sich um die so genannte Südvariante Winsen, die von Harmstorf bis Bütlingen läuft. Sie ist der Lückenschluss in der rund 132 Kilometer langen Leitung von Hittbergen/Elbe nach Achim (Landkreis Verden). Die anderen Strecken der NEL sind schon lange in Betrieb. Durch Klagen der Stadt Winsen und der Gemeinde Stelle sowie einzelner Bürger gegen den ursprünglichen Trassenverlauf, war der Bereich Winsen bisher ausgespart. Das Problem für den Vorhabenträger, die Eon-Ruhrgas: Die Südvariante ist etwa sieben Kilometer länger als die Nordvariante und kostet um die 14 Millionen Euro mehr. Nach der Fertigstellung sollen pro Jahr rund 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland durch die Pipeline fließen.