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Da wiehert der Amtsschimmel

"Hier war sonst immer einer Bushaltestelle", sagt Linda Neven
thl. Hoopte. Weil sich der Landkreis außerstande sieht, ein paar Gehwegplatten zu verlegen, müssen Bürger, die mit dem Bus kommen, weite Fußwege in Kauf nehmen. Gibt's nicht? Doch, gibt es - in Hoopte.
Die Geschichte: Linda Neven hat das Glück, dass sich direkt vor ihrem Haus am Hoopter Elbdeich eine Bushaltestelle befindet. "Das passt gut, weil ich zwischendurch immer zum Einkaufen nach Winsen muss", sagt die Rentnerin. Was auf dem Hinweg für die 81-Jährige einfach ist, erweist sich auf dem Rückweg als reinste Tortur. "Ich muss entweder am Fähranleger oder am Sportplatz aussteigen", sagt sie. Beide Haltestelle sind aber über einen halben Kilometer von ihrem Haus weg. Ein weiter Weg für eine ältere Frau mit schweren Einkäufen.
Natürlich kann nicht jeder Bürger seine eigene Bushaltestelle vor seinem Haus verlangen. Das weiß auch Linda Neven. Das Kuriose ist nur, dass es, bevor der Deich erhöht wurde, auch auf der anderen Straßenseite von ihrem Haus eine Haltestelle gab. Diese bestand aus einem Schild und sechs Gehwegplatten. Bernhard Frosdorfer, Sprecher des Landkreises Harburg, begründet das so: "Um die Deichsicherheit zu gewährleisten, konnten wir die Haltestelle nicht wieder einrichten." Merke: Was über Jahrzehnte den Deich nicht geschädigt hat, soll plötzlich eine Gefahr für ihn sein. Da wiehert der Amtsschimmel - Und der Bürger hat mal wieder das Nachsehen!