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Die Platznot ist groß

Ekkehard Sallmann machte auf die Platzprobleme der Bücherei aufmerksam (Foto: archiv)
thl. Winsen. Sowohl für die Stadtbücherei als auch für das Museum im Marstall sind die vorhandenen Räumlichkeiten zu eng. Das stellte sich im Rahmen einer Sitzung des Kulturausschusses heraus.
"Man geht pro 1.000 Einwohner von einer Bibliotheksfläche von 45 Quadratmetern aus. Für Winsen mit 34.000 Einwohnern wären das rund 1.530 qm", sagte Ekkehard Sallmann, Leiter der Stadtbücherei. Tatsächlich verfüge die Bücherei aber nur über 494 qm und somit über noch nicht einmal ein Drittel der empfohlenen Fäche. Sallmann wünsche sich vor allem einen größeren Thekenbereich sowie mehr Arbeits- und Leseplätze. Denn es seien oft Schülergruppen in der Bücherei zu Gast, die über Hotspot das Internet nutzen.
"Häufig sind das Schüler mit Migrationshintergrund, denen zu Hause ein ruhiger Arbeitsplatz fehlt", erklärte Ekkehard Sallmann. "Hier können sie ungestört arbeiten und haben Leute, die sie fragen können. Insofern machen wir auch eine Art Hausaufgabenbetreuung."
Ähnliche Probleme hat auch der Heimat- und Museumverein. Dort fehlen Arbeits- und Abstellräume so wie Vortragsraum. Man habe schon angeregt, den ehemaligen Gastronomieteil nutzen zu können, eine Antwort der Stadt stehe jedoch noch aus, hieß es.
Für den Ausschussvorsitzenden Bodo Beckedorf (CDU) steht fest, dass etwas passieren muss. "Die Idee, dass sich Museum und Bücherei gegenseitig befruchten, hat sich nicht bewahrheitet. Beide Einrichtungen brauchen mehr Platz." Man müsse sehen, wo man die Bücherei unterbringen könne, denn das Museum müsse im Marstall bleiben, so Beckedorf.