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"Eine ignorante Arroganz": Umgang des Winsener Schulausschusses mit Thema der Raumnot in Grundschule Pattensen sorgt für Empörung

In der Ausschusssitzung: Viele Zuhörer lauschten dem Gremium, dem auch die Pattensener Schulelternratsvorsitzende Marita Meier (am Tisch li.) angehört
ce. Winsen. "Es ist eine ignorante Arroganz, dass die Mehrheit des Ausschusses nicht nochmal über das Thema diskutieren wollte." Das sagte Marita Meier, Elternratsvorsitzende der Grundschule Pattensen und beratendes Mitglied im Schulausschuss der Stadt Winsen. In der jüngsten Sitzung des Gremiums hatten die Gruppe Grüne/Linke, Freie Winsener und SPD gemeinsam beantragt, durch geeignete Maßnahmen wie dem Aufstellen von Containern sicherzustellen, dass mit Beginn des Schuljahres 2015/16 in der Grundschule Pattensen genügend Unterrichtsräume und im Hort dem Bedarf entsprechende Plätze vorhanden sind.
Hintergrund: Mit dem Start des kommenden Schuljahres fehlen in der Grundschule allgemeine Unterrichtsräume, weil die dann zu erwartende 1. Klasse dreizügig wird. Bereits jetzt wird der Betreuungsraum zu Unterrichtszwecken genutzt. Beim zur Schule gehörenden Hort steigenden die Anmeldungen mit 24 Anfragen die Kapazität von zehn freien Plätzen.
Die Ausschussmehrheit von CDU und Winsener Liste lehnte den Antrag ab, weil das Gremium über eine ähnliche Anfrage schon im November beraten und sie abgelehnt hatte. Ein derartiger Antrag dürfe daher nicht erneut diskutiert werden. "Das ist ein schlechtes Signal an die Eltern, wenn wir uns dem Thema verschließen, weil wir uns an Formalien aufhalten", erklärte dazu Andreas Waldau (Freie Winsener). Erster Stadtrat Christian Riech wies Waldau auf die Geschäftsordnung hin: "Angelegenheiten, über die wir entscheiden, dürfen erst nach Ablauf einer bestimmten Frist erneut auf die Tagesordnung kommen."
Der Grüne Dr. Erhard Schäfer wertete dies als "Schlag ins Gesicht der Eltern" und bekam für seine Kritik Beifall von im Publikum sitzenden Vertretern des Schulelternrates sowie weiteren von der Raumnot in Pattensen betroffenen Müttern und Vätern.
"Pattensen wird erst 2017 Ganztagsschule. Bis dahin müssen wir bei der Unterbringung der Kinder zwei Jahre überbrücken", so Marita Meier gegenüber dem WOCHENBLATT. "Wir werden im Stadtrat weiter präsent sein und uns dafür stark machen, dass in Pattensen etwas geschieht."