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Eine teure "Gleichberechtigung"

Wenn Landwirte ihre Felder beregnen, zahlt die Stadt Winsen mit (Foto: archiv)
thl. Winsen. Gleichberechtigung ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Das weiß auch die Stadt Winsen und lässt sich das trotz knapper Kasse eine Menge Geld kosten. Grundsätzlich ist daran auch nichts auszusetzen. Doch wenn freiwillige Zahlungen für die Gleichberechtigung des Löwenanteil einer Gesamtsumme ausmachen, werden die Politiker schon mal hellhörig.
So wie jetzt beim Thema "Beiträge an Wasserverbände". Die Stadt hat im vergangenen Jahr rund 9.100 Euro für eigene Grundstücke an die Wasserverbände Ilmenau, Luhe und Seeve gezahlt. Weitere etwa 21.000 Euro berappte sie im Rahmen ihrer Gemeindemitgliedschaft, die sie seit der Gebietsreform 1972 als Rechtsnachfolgerin von Altgemeinden inne hat. Satte 35.300 Euro flossen zudem als freiwillige Leistungen in die Kassen der drei Wasserverbände - vor allem als Unterstützung von Landwirten, die einen hohen Wasserverbrauch für ihre Felder haben.
Die Versuche einige Politiker, diesen - in ihren Augen - unnötigen Zahlungen ein Ende zu bereiten, scheiterten im Stadtrat allerdings. Das Gerücht, dass in dem Gremium ein paar Nutznießer dieser freiwilligen Leistungen sitzen, ist aber nicht bestätigt...