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"Euro ist gescheiterte Währung"

Bernd Lucke (Foto: oh)
thl. Winsen. Sein Ziel ist die Auflösung des Euros. Deswegen tritt Bernd Lucke (51) aus Winsen im September bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat der von ihm gegründeten Partei AfD (Alternativ für Deutschland) an und will Kanzlerin Angela Merkel stürzen. "Wir haben ungeheuren Zulauf und schon weit über 10.000 Mitglieder", sagt der Professor für Volkswirtschaft. "Ich sehe gute Chancen, dass wir in den Bundestag einziehen. Bei allen Meinungsumfragen liegen wir bei über fünf Prozent."
Der Euro sei als Währung gescheitert, so Lucke. Zunächst müssten die so genannten Südländer Zypern, Italien, Griechenland etc. aus der gemeinsamen Währung ausgeschlossen werden. Anschließend müsse man den Rest auflösen. "Ob dann kleine Einheiten gebildet werden, dass z.B. Deutschland, Belgien und die Niederlande eine gemeinsame Währung haben, oder jeder sein eigens Süppchen kocht und bei uns die Mark wieder eingeführt wird, muss man dann sehen", so Lucke. Spinnerei oder des Volkes Wille?
Bernd Lucke wohnt seit 1999 mit seiner Frau Dorothea (lehrt an der TU Harburg Finanzwissenschaft) und den fünf gemeinsamen Kindern im Winsener Ortsteil Stöckte. Der gebürtige Berliner teilt sich die Kindererziehung mit seiner Frau, hat 1995 und 2001 nach der Geburt der Kinder Erziehungsurlaub genommen. Bei seinen Nachbarn ist Lucke als nett und freundlich bekannt. Seine Pläne mit der Euroauflösung werden allerdings skeptisch gesehen.