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"Forum zog die Notbremse": Zweite Sitzung des "Dialogforums Schiene Nord" wurde wegen fehlender Informationen abgebrochen - Teilnehmer fordern unabhängigen Gutachter

"Keine vernünftige Vorbereitung möglich": Landrat Rainer Rempe (Foto: archiv/mum)
ce. Landkreis. Kaum hatte jetzt in Celle die zweite Sitzung des "Dialogforums Schiene Nord" über die Y-Trassen-Planung der Bahn begonnen, war sie auch schon wieder vorbei. Mit großer Mehrheit lehnte das aus Planungsträgern von Bund und Land sowie Vertretern von Landkreisen, Kommunen, Verbänden und Bürgerinitiativen die geplante Tagesordnung ab. Ursprünglich sollten Studien, Verkehrsprognosen und die gesamtwirtschaftliche Einschätzung der Trassenvarianten vorgestellt und diskutiert werden. Die erforderlichen Unterlagen hatten die Teilnehmer jedoch viel zu spät erhalten. "Die Voraussetzungen für eine vernünftige Vorbereitung der Sitzung waren nicht gegeben", so Landrat Rainer Rempe, der gemeinsam mit acht Bürgermeistern aus dem Kreis Harburg vor Ort war. "Der viel beschworene Dialog auf Augenhöhe war so nicht gegeben. Deshalb hat das Forum zu Recht die Notbremse gezogen", bestätigte Winsens Stadtoberhaupt André Wiese, zugleich Sprecher der beteiligten Bürgermeister aus dem Kreis.
Die Forums-Teilnehmer forderten vom Land Niedersachsen ein Budget für die fachliche Begleitung durch unabhängige Gutachter und Experten. Ins Gespräch gebracht wurde dafür Dr. Thomas Rössler, der den Landkreis Harburg bereits im Dialogforum-Verfahren vertritt. Vom Wirtschaftsministerium hieß es, man werde bis zum 4. Mai über die Bereitstellung eines Budgets entscheiden.