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Geplantes Parkhaus: Stadt widerspricht ADFC

Andreas Mayer
thl. Winsen. Kommt es jetzt zum großen Streit zwischen der Stadt und der ADFC-Ortsgruppe Winsen? Letztere hatte der Verwaltung vorgeworfen, Fahrradpendler bei der Planung des Parkhauses am Bahnhof "nur als zweitklassige Verkehrsteilnehmer" zu behandeln (das WOCHENBLATT berichtete).
„Diese massiven Vorwürfe bedürfen der Richtigstellung und sind ganz entschieden zurückzuweisen“, sagt der städtische Bauamtsleiter Andreas Mayer. „Der zuständige Fachausschuss hat sich allein mit der Gestaltung der Zu- und Abfahrt und der Fassade für das Pkw-Parkhaus befasst und insoweit die Richtung für die weitere Planung vorgegeben. Das Fahrrad-Parken war dort nicht Thema und wird selbstverständlich so geplant, wie es den modernen Anforderungen und der bisherigen Beschlusslage entspricht.“
Diese Beschlusslage sieht ein Fahrradparkhaus als eigenständigen Baukörper neben dem Pkw-Parkhaus mit 250 Stellplätzen vor. Eine Detailplanung existiere noch nicht, so Mayer. Fest vorgesehen sei allerdings eine Akku-Ladestation für Elektroräder, wie sie auch in das Fahrrad-Parkhaus auf der Südseite der Bahngleise eingebaut werden soll. Ebenso werde bei dem weiteren Ausarbeiten der Pläne eine Erweiterung des Fahrrad-Parkens um noch einmal 250 Stellplätze und, bei entsprechendem Interesse eines Betreibers, eine Radservicestation berücksichtigt.
„Im Juli wird die gesamte Planung in einer öffentlichen Veranstaltung den Bürgern vorgestellt", so Mayer weiter. "Jeder kann sich dann ein Bild von der Funktionalität und Gestaltung des Pkw- und des Fahrradparkhauses machen. Auch die Mitglieder des ADFC sind herzlich eingeladen, sich in diesem Termin davon zu überzeugen, dass die Interessen und Belange der Fahrradpendler sehr wohl berücksichtigt worden sind.“