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"Ich hätte die Nase voll"

Matthias Hüte (Foto: oh)
thl. Winsen. "Ich gebe den Geschäftsleuten in der Bahnhofstraße recht, wenn sie behaupten, ihre Straße sei als Einkaufsmeile unattraktiv", sagt Matthias Hüte, Ratsherr der Freien Winsener. "Jetzt aber einfach zu sagen, die City Marketing müssen helfen, wird der Sache nicht gerecht." Der Grund dafür sei einfach: Die City Marketing sei ein Zusammenschluss von Stadtverwaltung und Kaufmannschaft. "Wer aber von den Kaufleuten in der Bahnhofstraße ist Mitglied der City Marketing?", fragt Hüte. "Erst eintreten und dann die Leistungen abfordern, so wird ein Schuh daraus."
Grundsätzlich stellt Hüte der Bahnhofstraße aber ein schlechtes Zeugnis aus: "Einem Touristen, der mit dem Zug nach Winsen kommt, bietet sich folgendes Bild: Direkt neben dem Bahnhof steht ein Imbiss-Container, um den herum zahlreiche Autos abgestellt wurden, die teilweise Schrott sind." Auf der gegenüberliegenden Straßenseite seien zunächst zwei Frisörläden, dann folge auch schon die verbretterte und vernagelte ehemalige Kneipe Riedels Eck, die von zahlreichen Antifa-Plakaten "geschmückt" ist. "Dann folgen das alte leer stehende Bäckerhaus sowie gegenüber ein abbruchreifes Wohnhaus", so Hüte weiter. "Spätestens da hätte ich von Winsen die Nase voll."
Passend zur Darstellung Hütes von der Bahnhofstraße hat ein Winsener Makler sein Werbeschild "angekommen" auf einem völlig verwilderten Grundstück in der Straße abgestellt. Das hat schon etwas von Ironie.