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"Ist ein völligfalsches Signal" - SPD kritisiert Pläne zur Hort-Abschaffung

Brigitte Netz (Foto: archiv)
thl. Winsen. "Schließung der Horte in Winsen ist ein falsches Signal", sagt Benjamin Qualmann, Ortsvereins- und Fraktionschef der SPD. "Die Vergrößerung des schulischen Betreuungsangebots habe laut Argumentation der Verwaltung zu einer verringerten Nachfrage im Hortbereich geführt. Die vorgelegten Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache." Zum 1. August voraussichtlich in den Horten frei werdenden 79 Plätzen stünden 135 Anmeldungen gegenüber. "Der Bedarf an Hortplätzen ist also nach wie vor gegeben und rechtfertigt die geplante schrittweise Einstellung der Horte zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Weise", so SPD-Vize Brigitte Netz.
Richtig sei, dass viele Eltern bereits das Betreuungsangebot der Ganztagsschulen mit der ergänzenden kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen. Richtig sei aber auch, dass mit diesem Angebot nicht das volle Leistungsspektrum des Hortes abgedeckt werde, weder quantitativ noch qualitativ. Außerdem sei in der offenen Ganztagsschule im Unterschied zum Hort die Qualifikation der Mitarbeiterinnen nicht geregelt.
"Für uns muss sich deshalb erst noch zeigen, ob die neuen Ganztagsgrundschulen unter den gegenwärtig geltenden Rahmenbedingungen dem Jugendhilfeanspruch auf Bildung, Betreuung und Erziehung und den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Gerade für unsere jüngeren Kinder darf Ganztagsbetreuung nicht aus einem 'Flickenteppich offener Angebote' bestehen", so Netz. Die Horte mit ihrer im Vergleich zur Schule guten Personalausstattung hätten hier aus Sicht der SPD überzeugende Arbeit geleistet und seien eine wichtige Ergänzung des Ganztagangebots der Schulen.
• Um die Zukunft der Horte in Winsen geht es u.a., wenn sich der Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten am Donnerstag, 22. Februar, um 17.15 Uhr in der Aula der Alten Stadtschule zu seiner nächsten Sitzung trifft.