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Kapital "killt" Kulturgut - Wieder sollen zwei historische Häuser abgerissen werden

Die beiden Häuser sollen abgerissen werden
thl. Winsen. In der Winsener Facebook-Gruppe "Winsen (Luhe) - Das bist du" wurde die Frage kürzlich schon heiß diskutiert: Was passiert mit den beiden leerstehenden Häusern Plankenstraße 13 und 15? Jetzt haben sich die schlimmsten Vermutungen bewahrheitet - die beiden Gebäude sollen abgerissen werden. Und obwohl sich um sogenannte geschützte Häuser handelt, scheint die Stadt herzlich wenig gegen die Pläne zu haben. Das erfuhr das WOCHENBLATT aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle.
Pikant: Eigentümer der Häuser ist ein Ratsherr (*Name der Redaktion bekannt), der bereits mehrere alte Häuser in der Innenstadt gekauft und abgerissen hat. Er hat einen Antrag gestellt, dass beide Häuser aus der städtischen Erhaltungssatzung entlassen werden. Als Mandatsträger kann er selbst für seinen Plan abstimmen.
Bei den Häusern handelt es sich um rund 100 Jahre alte Gebäude. Beide sind eingeschossig und haben ein ausgebautes Dachgeschoss. Laut Eigentümer müssten beide Häuser saniert werden, was aber nicht wirtschaftlich sei. Deswegen will er den Abriss genehmigt haben, um anschließend dort einen zweigeschossigen Neubauten hinzusetzen, der teilweise gewerblich genutzt werden soll.
Übersetzt heißt das: Mit einem Neubau ist mehr Geld zu verdienen. Dass dabei wieder ein Stück historisches Kulturgut in Winsen durch Kapitalismus "gekillt" wird, scheint auch bei der Stadt nur Nebensache zu sein.