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Kaum mehr Verkehr erwartet

Die Stadt treibt die Erweiterung des Gewerbegebietes Luhdorf rasant voran
thl. Winsen. Die Stadt Winsen treibt die Erweiterung des Gewerbegebietes Luhdorf rasant voran. Am morgigen Donnerstag, 24. Oktober, soll der Planungsausschuss des Stadtrates eine Empfehlung für einen modifizierten Aufstellungsbeschluss sowie einen Entwurfsbeschluss abgeben. Die endgültige Entscheidung soll in der November-Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) fallen.
Im VA soll auch ein Teil des bestehenden Bebauungsplanes für das Gebiet aufgehoben werden, weil die Stadt für die Gewerbegebiet-Erweiterung auf einer Fläche von rund 5,5 Hektar Ausgleichsmaßnahmen vornehmen muss.
In dem neuen Bebauungsplan, für den der Aufstellungsbeschluss gefasst werden soll, ist festgeschrieben, dass lediglich im zentralen Teil des Planareals Bebauungen bis zu einer Höhe von 15 Metern durchgeführt werden dürfen, damit diese auch für Logistikbetriebe geeignet sind. Zudem hat sich die Stadt die Eigentumsrechte an den zu bebauenden Flächen gesichert, um zu verhindern, dass sich in dem Gewerbegebiet Einzelhandel oder andere unerwünschte Betriebe ansiedeln.
Ein besonderer Kritikpunkt, vor allem bei den Gegnern der Erweiterung, ist die Verkehrsbelastung. Auch darauf geht die Stadt ein und präsentiert ein Gutachten, das im Rahmen der Planung erstellt wurde. Dort heißt es, die "verkehrlichen Auswirkungen des Gewerbegebietes auf das südliche Umfeld im Ortsteil Luhdorf sind als vergleichsweise gering einzustufen". Rund 85 Prozent des Verkehrs würden in Richtung Norden gehen oder von daher kommen. Von den derzeit rund 6.700 Fahrzeuge, die pro Tag auf der Radbrucher Straße fahren, hätten maximal 350 das Gewerbegebiet als Ziel. Man gehe davon aus, dass sich der Verkehr nach der Gebietserweiterung auf maximal 7.600 Fahrzeuge pro Tag einpendeln wird - inklusive einer bereits eingerechneten allgemeinen Verkehrszunahme in Winsen.
Die Verwaltung bewirbt die Unterlagen in der Politik als "Planungsunterlagen mit fundierten Aussagen". Sie hofft auf schnelle Zustimmung, um möglichst bald mit den Erschließungsmaßnahmen beginnen zu können.