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Kein Platz für Fahrräder?

In diesem Bereich, direkt neben dem Bahnhof, soll das Parkhaus errichtet werden
thl. Winsen. Ist das ursprünglich angedachte Fahrradparkhaus am Winsener Bahnhof endgültig vom Tisch? Dieser Verdacht kommt auf, wenn man die vier Entwürfe für das Pkw-Parkhaus sieht, die jetzt im Bau- und Verkehrsausschuss von der AMP Parking Holding GmbH vorgestellt wurden. Alle Varianten weisen für Drahtesel lediglich überdachte Boxen mit einer kleinen angrenzenden Servicestation und Sanitärräumen zwischen dem Parkhaus und dem bestehenden Fahrradabstellplatz aus.
Das stößt nicht nur bei vielen Pendlern sauer auf, sondern auch bei der ADFC-Ortsgruppe Winsen. "Es ist befremdlich, dass bei der Planung des Parkhauses die Fahrradpendler wieder nur als zweitklassige Verkehrsteilnehmer behandelt werden", sagt Gruppensprecher Arno Neumann. Dabei könne es als sicher gelten, dass die Zahl der Radler, die mit dem Zug zur Arbeit fahren, zunehmen werde. Neumann: "Es wäre ein Fehler, diesem beim Bau des Parkhauses nicht Rechnung zu tragen."
Welches Parkhaus nun entstehen soll, darüber hat die Politik noch keine Empfehlung ausgesprochen. Man wolle sich noch einmal in den Fraktionen beraten, hieß es. Favorisiert wurde allerdings die so genannte dritte Variante. Sie sieht am Ende der Parkpaletten halbkreisförmige Rampen vor, von denen aus den Autofahrern per Ampel signalisiert wird, ob auf der Etage Plätze frei sind. Dazu soll die Fassade - zumindest nach Vorschlag von Matthias Hüte (Freie Winsener) - mit Blendkonstruktion verkleidet werden. Allerdings: Durch diese Variante würden statt 600 nur 542 Pkw-Parkplätze entstehen.
Die Stadtverwaltung fordert von den Fraktionen einen schnelle Entscheidung. Denn noch vor der Sommerpause sollen die Anwohner an der Fassadengestaltung beteiligt werden. Denn sie müssen später darauf schauen, hieß es.