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Keine Hilfe für die Camper?

Klaus Schipper (Foto: ce)
thl. Winsen. "Man hat das Gefühl, die Stadt und die CDU nimmt uns nicht ernst", sagt Klaus Schipper, Vorsitzender des Vereins Campingfreunde Winsen. Grund für Schippers subjektives Empfinden ist der Verlauf der Stadtratssitzung. Schipper hat dort die Probleme des Vereins vorgetragen - die Camper müssen ihren jetzigen Platz in Laßrönne räumen, weil ihnen der Besitzer wegen eines angeblichen Pornodrehs dort gekündigt hat (das WOCHENBLATT berichtete) - und angefragt, ob sich Politik und Verwaltung für die Camper einsetzen und ihnen einen neuen Platz genehmigen könnten. "Das war jedoch ein Desaster. Ich bekam von der Stadt nur ausweichende Antworten." Sind Camper in Winsen unerwünscht?
Dabei hatte Ratsvorsitzender Heinrich Schröder (SPD) zuvor noch eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, in der es um eine mögliche Unterstützung der Camper ging (eine Antwort dazu steht noch aus). Und auch Dr. Erhard Schäfer (Grüne) machte gegenüber Klaus Schipper deutlich: "Der Rat ist gewillt, Sie zu unterstützen."
Um für die Stadt möglichst wenig Kosten entstehen zu lassen, haben die Campingfreunde Winsen bereits Vorarbeit geleistet. Sie haben einen neuen Platz gefunden, der von einem Investor bezahlt wird und auf dem bereits Versorgungsleitungen liegen. Trotzdem will die Stadt nicht richtig anbeißen. Dafür müsse ein Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden, hieß es. Dieses setzte aber einen Planungsauftrag von der Politik voraus. Und dafür finden sich, nach Schippers Ansichten, derzeit keine Mehrheiten.
Unterdessen verdichten sich Gerüchte, dass Wolfgang Stamp, Eigentümer des gekündigten Campingplatzes, auf dem Areal einen Golfplatz und ein Sporthotel errichten will.