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Keine Kandidaten für die Winsener SPD?

Will weitermachen: Benjamin Qualmann (Foto: SPD Winsen)
thl. Winsen. In gut sechs Monaten sollen die Winsener Bürger bei der Kommunalwahl am 11. September einen neuen Stadtrat wählen. Derzeit sind die Parteien dabei, ihre Kandidaten für die Liste zu rekrutieren. Und da steht die SPD offenbar vor einem großen Problem. Denn laut Insidern wollen sich sieben der zehn derzeitigen Mandatsträger nicht mehr zur Wahl stellen. Nur Vorsitzender Benjamin Qualmann, Brigitte Netz und "Urgestein" Heinrich Schröder wollen weitermachen, heißt es. Und weiter: Die Suche nach neuen Kandidaten gestalte sich extrem schwierig.
Trotz Nachfrage war von den Sozialdemokraten keine Stellungnahme zu bekommen. Aber allein schon die Tatsache, dass die SPD sich im Rat vehement für nur einen Wahlbezirk in der Stadt ausgesprochen hat, untermauert die kursierenden Gerüchte.
Wie sieht es bei den anderen Parteien aus?
"Wir werden unsere Liste bei der Mitgliederversammlung am 20. April verabschieden", sagt CDU-Fraktionschef André Bock. Ziel sei, 40 Personen aufzustellen. 26 feste Zusagen habe man bereits. "Auch wenn von den derzeit 16 amtierenden Ratsmitgliedern fünf nicht mehr antreten werden, bin ich sicher, dass wir unser Ziel erreichen", so Bock.
Auch die Grünen sind in der Findungsphase, haben aber nach Aussagen des Fraktionsvorsitzenden Bernd Meyer einen regen Zulauf an möglichen Kandidaten. Ob von den amtierenden Ratsmitgliedern wieder alle zur Wahl antreten, lässt Meyer offen. "Wir werden unsere Liste im April/Mai präsentieren", so der Grünen-Chef.
"Sowohl Matthias Hüte als auch ich werden wieder kandidieren", sagt Andreas Waldau von den Freien Winsenern. Alles Weitere werde man auch der Mitgliederversammlung im März besprechen, z.B. wie viele Kandidaten auf die Wahlliste gesetzt werden sollen.
Ob es die FDP in der kommenden Legislaturperiode noch im Rat gibt, ist derzeit mehr als offen. Denn ob "Zugpferd" und "liberaler Einzelkämpfer" Nino Ruschmeyer noch einmal zur Wahl antritt, hängt vom Wahlprogramm der FDP ab. "Es kommt bei uns immer erst auf den Inhalt an, dann auf die Person. Kann ich von mir aus das Wahlprogramm, dass noch diskutiert und verabschiedet werden muss, nicht unterstützen, kandidiere ich auch nicht mehr auf der FDP-Liste", so Ruschmeyer.
Wie es bei den Linken und der Winsener Liste aussieht, bleibt deren Geheimnis. Beide Parteien haben die WOCHENBLATT-Anfrage bis Redaktionsschluss ignoriert.