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Kommunaler Flüchtlingsgipfel will bestehende Unterkünfte weiter aufstocken

Beim Flüchtlingsgipfel: die Verwaltungschefs aus dem Landkreis (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Landkreis. Neben den bisher aufgenommenen 2.027 Flüchtlingen muss der Landkreis Harburg nach der neuen Quote des Landes Niedersachsen bis zum 31. Januar 2016 in seinen Städten und Kommunen weitere 1.570 Plätze für Asylbewerber schaffen. Diese Zahlen nannten jetzt Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Kreis, und Migrations-Abteilungsleiter Thorsten Völker bei einem kommunalen Flüchtlingsgipfel im Winsener Kreishaus, an dem alle Bürgermeister teilnahmen.
Derzeit würden 15 neue Unterkünfte geplant, die rund 800 weitere Plätze böten. Weitere Flächen und Objekte würden geprüft.
„Wir hoffen hier auch auf Erleichterungen des Bundes beim Baurecht, wie sie die Bundesregierung angekündigt hat“, erläuterte Landrat Rainer Rempe Rempe. „Wenn irgend möglich wollen wir die Einrichtung von Notunterkünften für Flüchtlinge in Turnhallen oder Zeltstädten vermeiden.“ Deshalb beschlossen Kreisverwaltung und Bürgermeister, die vorhandenen Plätze in den bestehenden Unterkünften nach Möglichkeit aufzustocken. Soweit baurechtlich und praktisch vor Ort möglich, sollen die bisherigen Zweibett-Zimmer mit einem weiteren Bett belegt werden, um die Kapazität zu erhöhen. „Das ist immer noch besser als die Unterbringung in Notunterkünften wie Turnhallen, Dorfgemeinschaftshäusern oder Zelten und gibt uns mehr Spielraum bei der Verteilung der Asylbewerber auf einzelne Standorte“, begründet Landrat Rainer Rempe die mit allen Bürgermeistern einvernehmlich getroffene Entscheidung.
Darüber hinaus haben sich Landrat und Bürgermeister verständigt, die Unterbringung bereits anerkannter Asylbewerber in privaten Wohnungen besser zu koordinieren. Dadurch sollen in den bestehenden Unterkünften Plätze für neu ankommende Flüchtlinge frei werden.
„Wir rechnen angesichts der aktuellen Zuweisungspraxis von Bund und Land bis Ende 2016 mit voraussichtlich 3.000 weiteren Flüchtlingen, für die wir Unterkünfte schaffen müssen“, so Rempe.