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Kommunalwahl in der Elbmarsch: Die großen Parteien büßen Stimmen ein/FWG holt in Tespe 28,8%

Die Wahlergebnisse der Samtgemeinde Elbmarsch (Foto: Repro: MSR)
bs. Elbmarsch. Auch bei den Gemeindewahlen in der Elbmarsch müssen, wie auf Kreisebene, die großen Parteien Wählerverluste hinnehmen.
So erleiden CDU, SPD und die Grünen Stimmeneinbußen in fast allen Wahlbezirken.
Lediglich in Marschacht verbessert sich die CDU im Vergleich zu 2011 und holt mit 39,1% ein Plus von 2,5 %.
Stärkste Partei bleibt in Marschacht, Drage und der SG Elbmarsch die SPD. In Tespe zog die CDU mit 31,0 % knapp an der SPD mit 30,0 % vorbei.
Für die größte Überraschung aber sorgte die FWG (FREIE Wählergemeischaft-Elbmarsch), die auf Anhieb in Tespe 28,8% der Stimmen und damit vier Sitze im Gemeinderat holte. Sie liegt damit hier nur knapp hinter der SPD mit 30,0 %, die mit einem Minus von 8,7 % aus den Wahlen hervorgeht.
Alle Ergebnisse im Überblick:
SG Elbmarsch:
CDU 26,9% (-3,8%), SPD 41,2% (-5,5%), Grüne 14,3% (+1,0%), FWG 14,5% (-), Piraten 3,1% (-0,4%)
Tespe:
CDU 31,0 % (-4,1%), SPD 30,0% (-8,7%), Grüne 6,3% (-3,8 %), FWG 28,8% (-), Piraten 3,9% (-0,5%)
Marschacht:
CDU 39,1% (+2,5%), SPD 40,4% (-5,0%), Grüne 14,2% (-3,8%), FWG 6,3% (-)
Drage:
CDU 18,9% (-5,8%), SPD 53,4% (-5,0%), Grüne 17,8% (+5,4%), FWG 10,0% (-)

Hendrik Frese, Vorsitzender der SPD-Elbmarsch, spricht nach den Ergebnissen Klartext. „Solche Ergebnisse muss und darf man nicht schönreden. Fünf Prozent Verlust in allen Gemeinden ist ein herber Schlag für die SPD“, so der Politiker, der fordert: „Wir müssen die Bürger, die durch die Wahl kleinerer Parteien ein gewisses Protestverhalten zeigen, wieder mehr erreichen. Ich denke da beispielsweise an stärkere Bürgerbeteiligung, denn die Zeiten des ‚Durchregierens‘ sind nun mal einfach vorbei.“
Die Grünen hingegen sehen das Wahlergebnis mit gemischten Gefühlen. „Natürlich freuen wir uns, dass wir in der Samtgemeinde Elbmarsch und der Gemeinde Drage ein Plus verzeichnen können. Das ist ein großer Erfolg für die Grünen. Insgesamt gesehen ist das Ergebnis jedoch ernüchternd“, sagt dazu Dörte Land, Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen-Elbmarsch. „Unser Ziel, einen Politikwechsel in Drage zu erreichen und unsere Mandate zu erhöhen, haben wir, trotz eines tollen Wahlkampfes, leider nicht erreicht“, so die Politikerin.