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"Kopflosigkeit statt Masterplan" - André Bock warnt vor Kahlschlag bei Berufsschullehrern

thl. Winsen/Buchholz. Der Winsener CDU-Landtagsabgeordnete André Bock warnt vor einem Kahlschlag in der Lehrerversorgung der Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen. Das gelte auch für die BBS in Winsen und Buchholz. "Die Unterrichtsversorgung der Berufsschulen ist unter Rot-Grün auf 88,6 Prozent gesunken. In einer Panikreaktion hat das Kultusministerium den Schulen jetzt die Stellenplanung für Lehrkräfte entzogen", kritisiert Bock.
"Jahrelang konnten die BBS in Niedersachsen ihre Stellenplanung selbst vornehmen. Dieses Modell hatte Vorbildcharakter für die gesamte Bundesrepublik", so der Christdemokrat. "In einer Aktion zwischen Tür und Angel wurde den Schulleitern dann kurz nach Beginn der Sommerferien der Entzug ihrer Planungsfreiheit mitgeteilt." Dies habe nichts als Unruhe an die Schulen gebracht und die Lehrer wochenlang im Ungewissen gelassen.
Entgegen den früheren Aussagen von SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt sei das Vorgehen der rot-grünen Regierung kein Masterplan, sondern im Gegenteil vollkommen planlos. "Rot-Grün bringt das gesamte Konzept der Berufsbildenden Schulen als überregionale Kompetenzzentren in Gefahr. Von der Eigenverantwortlichkeit der Schulen bleibt so nicht viel übrig", befürchtet Bock.
Der Haushaltsplanung der Landesregierung zufolge sollen allein im kommenden Jahr 370 Stellen an den Berufsbildenden Schulen gestrichen werden. 2016 und 2017 droht die Streichung von weiteren 120 Stellen pro Jahr. "Das bedeutet, dass die Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen innerhalb weniger Jahre 610 Lehrerstellen verlieren sollen. Pro BBS wären das durchschnittlich vier Stellen weniger", verdeutlicht der Christdemokrat.