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Landkreis Harburg nimmt am Montag 150 weitere Flüchtlinge auf

"Gehen von weiteren Sonderzuweisungen von Flüchtlingen aus": Landrat Rainer Rempe (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Landkreis. Zum dritten Mal leistet der Landkreis Harburg jetzt Amtshilfe für das Land Niedersachsen bei der Flüchtlingserstaufnahme: Am Montag, 2. November, werden voraussichtlich ab 9 Uhr erneut 150 Flüchtlinge in Bussen am Winsener Kreishaus eintreffen.
„Angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms nach Deutschland unterstützen wir das Land weiterhin im Wege der Amtshilfe“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Wir müssen davon ausgehen, dass zusätzlich zu den 80 Flüchtlingen, die uns regulär pro Woche zugewiesen werden, weitere Amtshilfeersuchen mit Sonderzuweisungen auf uns zukommen. Für unsere Planung wäre es daher sehr wünschenswert, von der Landesregierung belastbare Aussagen zu erhalten, wann die Landesaufnahmebehörde ihre Aufgabe wieder selbst erfüllen kann.“
Der Landkreis hatte als Reaktion auf die kürzlich angekündigte Erhöhung der Zuweisungsquote vorgesorgt und weitere Plätze geschaffen, die jetzt durch die zusätzliche Zuweisung des Landes vorzeitig belegt werden müssen. Bisher stehen dem Kreis die MTV-Turnhalle in Winsen und die Saisonarbeiterunterkünfte der Gemüse Behr AG in Ohlendorf als Notunterkünfte zur Verfügung. „Wir sind schon seit geraumer Zeit dabei, geeignete Immobilien zu prüfen, die uns einerseits die nötigen Unterbringungskapazitäten verschaffen und die es uns andererseits ermöglichen, die Einschränkungen für die Bürger so gering wie nur möglich zu halten“, so Rempe.
Die neuankommenden Flüchtlinge werden am Montag in Winsen, Eyendorf, Gödenstorf, Handeloh und Ohlendorf untergebracht.
- Aufgrund der Flüchtlingsaufnahme bleibt das Gebäude A des Winsener Kreishauses am Montag, 2. November, für den Publikumsverkehr geschlossen. Betroffen sind unter anderem der Bürgerservice, die Kfz-Zulassung, die Führerscheinstelle und das Gesundheitsamt. Bürger können auf die Außenstellen des Bürgerservice in Buchholz und Hittfeld ausweichen, wo zusätzliches Personal eingesetzt wird. Kreissprecher Bernhard Frosdorfer: "Um die Erstaufnahme der Flüchtlinge im Auftrag des Landes wieder geordnet durchführen zu können, müssen wir das Gebäude A des Kreishauses erneut für den Publikumsverkehr schließen. Wir arbeiten derzeit jedoch an Lösungen, um nach Möglichkeit sowohl die Flüchtlingsaufnahme als auch den Kundenverkehr parallel erledigen zu können. Aufgrund der kurzfristigen Ankündigungen der Sonderzuweisungen bitte ich jedoch um Verständnis, dass wir hier jeweils von Fall entscheiden müssen.“

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