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Lkw-Verkehr rollt weiter durch Luhdorf

Scheiterte mit seinem Antrag: Norbert Benthack
thl. Winsen. Die Luhdorfer Bürger müssen an der Radbrucher Straße weiterhin mit einer erheblichen Belastung durch den Schwerverkehr leben. Ein Vorstoß des Grünen-Ratsherrn Norbert Benthack, auf der Kreisstraße ein Durchfahrtsverbot für Lkw einzurichten, fand im Stadtrat keine Mehrheit.
Nicht wegen des Straßenlärms, sondern aus Gründen der Sicherheit und Ordnung müsse der Verkehr auf der Radbrucher Straße beschränkt werden, denn die Straße sei in ihrer Breite nicht für die bestehenden Verkehrsmengen ausgelegt, argumentierte Benthack. Und da es sich um eine Kreisstraße handele, habe die Stadt bessere Chancen das Verbot durchzusetzen, als auf der Landesstraße in Pattensen, wo die Landesregierung entsprechende Maßnahmen immer wieder verhindere.
Dass die Straße überlastet sei, das wurde von der Stadt bestätigt. Nach den neuesten Richtlinien sei die Straße für 3.000 Fahrzeuge und 150 Lkw pro 24 Stunden ausgelegt. Dabei werde gerade der Schwerlastanteil an fast jedem Tag überschritten, hieß es. Trotzdem sehe man keine Möglichkeit zur Verkehrsbeschränkung. Denn die neuen Planungsrichtlinien fänden nur Anwendung beim Neu-, Aus- oder Umbau von Landstraßen. Zudem würden die ermittelten Verkehrsmengen nicht den hohen Anforderungen einer Eingriffsgrundlage zur Beschränkung des Verkehrs erfüllen, mit der Anwohner vor Lärm und Abgasen geschützt werden könnten.
Auch die CDU hielt den Antrag für "nicht haltbar". "Es ist ohnehin kaum zu überprüfen. Denn wenn ein Lkw-Fahrer etwas im Ort zu erledigen hat, ist er Anlieger und hat das Verbot damit umgangen", gab Christdemokrat Bodo Beckedorf zu Bedenken.
Für Dr. Erhard Schäfer (Gruppe Grüne/Linke) sind das alles nur Ausflüchte: "2010 wurde auf der L217 zwischen Lauenburg und Geesthacht ein Lkw-Durchfahrtsverbot angeordnet, das heute noch Bestand hat. Ich habe den Eindruck, hier will man gar kein Verbot haben."