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"Logik ist nicht erkennbar"

Versteht die Verwaltung nicht: Dr. Erhard Schäfer (Foto: archiv mi)
thl. Winsen. Will die Verwaltung der Stadt Winsen eine Erweiterung des Bestattungswaldes auf dem Borsteler Friedhof verhindern? Diesen Verdacht hegt zumindest die Gruppe Grüne/Linke. Grund: Nach einem Verwaltungsvorschlag sollen die Gebühren für eine Waldgrabstätte von bisher 404 Euro auf 750 Euro steigen. "Das sind mehr als 73 Prozent und ist völlig unverhältnismäßig", schimpft Ratsherr Dr. Erhard Schäfer.
Die Gruppe Grüne/Linke hatte für den gestrigen Ausschuss für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Feuerschutz den Antrag gestellt, dass Bürger sich schon zu Lebzeiten eine Grabstätte im Bestattungswald reservieren können und ein besonderer Baum ausgewählt wird, an dem Früh- und Totgeburten sowie Kinder, die bis zu einem Alter von drei Jahren verstorben sind, ihre letzte Ruhe finden.
Parallel dazu hatte die Verwaltung eine angekündigte Vorlage zur Erhöhung der Friedhofsgebühren eingebracht. "Alle vorgeschlagenen Erhöhungen bewegen sich unterhalb der 50 Prozent. Nur die für den Bestattungswald nicht", so Schäfer. "Dabei ist die Gebühr für eine Grabstelle dort jetzt schon unverhältnismäßig hoch." Zahlt man für ein Urnengrab auf einem normalen Friedhof 244 Euro, schlägt die Waldgrabstelle mit 404 Euro zu Buche. Schäfer: "Dabei benötigt man für eine Waldgrabstelle viel weniger Platz. Von daher ist eine Logik in der Gebührengestaltung nicht erkennbar." Der Ratsherr fragt sich, ob die Stadt mit der Erhöhung steuernd in die Bestattungsformen eingreifen wolle.