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Mit Bussen schneller zum Wildpark

ce. Nindorf/Marschacht. Die Busanbindung für den Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf soll verbessert werden und so noch mehr Besucher in die beliebte Freizeitstätte locken. Dafür plädierte der Ausschuss für Wirtschaft, ÖPNV und Tourismus des Landkreises einstimmig in seiner jüngsten Sitzung in Marschacht.
Als neuestes Projekt im Wildpark wird im Mai das erste Schäferdorf Deutschlands mit zunächst 80 Schlafplätzen für Gäste eröffnen (das WOCHENBLATT berichtete). Das Dorf solle - so Wildpark-Geschäftsführer Norbert Tietz in der Ausschuss-Sitzung - zusätzliche Besucher und vor allem Schulklassen anziehen.
Derzeit ist der Wildpark nur durch die Buslinie 4207 mit täglich einer Hin- und zwei Rückfahrten ab Hanstedt bzw. Buchholz zu erreichen. Es ist jedoch der dringende Wunsch des Wildpark-Teams, auch aus Richtung Winsen und Lüneburg mehrmals täglich und auch an Wochenenden per Bus angesteuert zu werden.
Um dem Wunsch nachzukommen, schlug die Kreisverwaltung den Ausbau der Buslinie 5200 vor, die beinahe stündlich Lüneburg mit Salzhausen verbindet. In Salzhausen gibt es eine Verknüpfung mit der Linie 4406, die zwischen dem Ort und Winsen verkehrt. Somit könnten Fahrgäste aus Winsen in Salzhausen in die 5200 umsteigen. Eine Erreichbarkeit aus Winsen (mit Umsteigen) und Lüneburg (durchgehend) wäre gegeben. Die 5200 könnte ihre Strecke bis Hanstedt verlängern und auch den Wildpark regelmäßig ansteuern.
Der ÖPNV-Ausschuss sprach sich dafür aus, werktags jeweils vier Hin- und Rückfahrten zum bzw. ab Wildpark sowie samstags und sonntags jeweils zwei Hin- und Rücktouren anzubieten. Die damit verbundenen Mehrkosten wurden mit rund 70.000 Euro beziffert. Vorgesehen ist, dass 60 Prozent der Landkreis übernimmt und 40 Prozent sich die Samtgemeinden Hanstedt und Salzhausen teilen. Die "Umlage" soll nun in den politischen Gremien beraten werden. Nach Klärung der Finanzierung wird sich der ÖPNV-Ausschuss erneut mit dem Thema befassen.