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Mobil machen gegen Verkehrsrowdys: Gemeinde Vierhöfen beantragt Tempolimit 70 km/h an Ortseingängen entlang der K37

Ortseingang von Vierhöfen aus Richtung Bahlburg: Einige Verkehrsteilnehmer halten sich an Tempo 70, andere nicht
ce. Vierhöfen. Gegen Raser will jetzt die Gemeinde Vierhöfen mobil machen. In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag, 26. Januar, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus wird über den Antrag an den Landkreis Harburg beraten, für die Kreisstraße 37 vor den Ortseingängen von Vierhöfen eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 km/h festzulegen.
• Ortseinfahrt von Bahlburg kommend:
Hierbei handelt es sich laut Gemeinde um eine präventive Maßnahme, da viele Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in den Ort hineinfahren. Dies beweise die Auswertung einer 2016 stattgefundenen Verkehrszählung. Danach hielten sich rund 77 Prozent der Verkehrsteilnehmer beim Passieren des Ortsschildes nicht an Tempo 50. Stattdessen hatten etwa 18 Prozent 61 bis 70 Sachen drauf, drei Prozent rasten mit bis zu 80 Sachen ins Dorf. "Diese Ortseinfahrt weist mehrere Gefahrenpunkte auf. In Höhe des Ortsschildes befindet sich die Kreuzung K37 – Einemhofer Weg - Garstedter Straße. Sie ist gefährlich, weil sie durch die an die Straßen heranreichende Bebauung nur schwer einsehbar ist. Hier sind Fußgänger und Radfahrer besonders gefährdet", erklärt Bürgermeister Eberhard Leopold. Als die Gemeinde vor rund fünf Jahren eine Vorreduzierung der Geschwindigkeit beantragt habe, sei diese abgelehnt worden, weil angeblich keine Gefahrenlage vorhanden sei. "Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass viele Fahrer auf der schnurgeraden Kreisstraße mit hoher Geschwindigkeit die Ortseinfahrt passieren", so Leopold. Inzwischen bestehe im Zuge der Sanierung der K37 fast überall Überholverbot, auch vor der Ortseinfahrt. "Dies zeigt aus unserer Sicht, dass es sich um einen Straßenabschnitt handelt, für den aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht. Daher sollte eine präventive Reduzierung der Geschwindigkeit auf 70 km/h parallel zum Überholverbot eingerichtet werden - beginnend in der langgezogenen, unübersehbaren Rechtskurve mit der Einmündung eines relativ viel befahrenen Wirtschaftsweges."
• Ortseinfahrt von Westergellersen kommend:
Auch vor dieser Ortseinfahrt beantragt die Gemeinde ein vorbeugendes Tempolimit von 70 km/h. Die Verkehrszählung habe zu ähnlichen Ergebnissen geführt wie die Erhebung an der anderen Ortseinfahrt. Bei den Verkehrsteilnehmern aus Richtung Westergellersen seien sogar 22 Prozent zwischen 61 und 70 km/h gefahren, während sechs Prozent zwischen 80 und 90 Sachen draufgehabt hätten. "Der Straßenabschnitt vor dieser Ortseinfahrt ist unübersichtlich und bildet eine ständige Gefahrenquelle, auch weil das Ortsschild erst im letzten Moment erkennbar wird", so der Bürgermeister. Zudem befinde sich in diesem Bereich die Zufahrt zum Friedhof, von der die K 37 nicht einsehbar sei. Bei Beerdigungen würden aufgrund der Platzenge zahlreiche Trauergäste direkt am Straßenrand der K37 parken.