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Parkhaus-Bau soll weitergehen

thl. Winsen. "Es ist nicht der Bau des Parkhauses selbst, der uns Schwierigkeiten bereitet, sondern der Untergrund." Das machte Bauamtsleiter Andreas Mayer in der Sitzung des Finanzausschusses noch einmal deutlich, als er dort die erhöhten Baukosten von 828.000 Euro (das WOCHENBLATT berichtete) einwerben musste.
Zur Sitzung hatte Mayer zwei Fachleute der Baufirma eingeladen, die über den Bau referierten. Demnach seien rund 40 Prozent des Rohbaus fertiggestellt. Die Kosten dafür würden die geplanten 6,9 Millionen Euro lediglich um 90.000 Euro übersteigen. Das sei eine Erhöhung von 1,3 Prozent und liege im Rahmen, hieß es.
Probleme bereite der Untergrund. Die Bahn habe eine Betonsohle eines alten Tunnels im Boden gelassen und alte Spundwände lediglich ebenerdig abgeflammt, als diese zu ziehen. Dadurch, und eine falsche Gutachterberechnung des einfließenden Grundwassers, würden sich die Baukosten drastisch erhöhen, so die Fachleute. Hinzu kämen erweiterte Auflagen der Bahn, wie z.B. eine ständige Gleisvermessung im Umkreis von einem Kilometer, die mit rund 118.000 Euro zu Buche schlagen würden.
Die Stadt habe jetzt zwei Möglichkeiten, so Mayer. Entweder weiter machen und sich auf eine langfristige Auseinandersetzung mit der Bahn einstellen, bis diese ihre Hinterlassen beseitigt hat, oder weiterbauen, die finanzielle Belastung zunächst auf sich zu nehmen und versuchen, dass Geld von den Verursachern wiederzuholen. Da jede Woche Verzögerung der Stadt weitere 9.000 Euro kostet, sah die Politik in der Fortsetzung der Bauarbeiten das kleine Übel.