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Parkhausbau verzögert sich

So soll das Parkhaus nach den ersten Planungen aussehen (Foto: archiv)
thl. Winsen. Der Bau des Parkhauses am Winsener Bahnhof verzögert sich offensichtlich um rund ein Jahr. Grund: Aufgrund der Höhe der Baukosten von etwa 5,5 Mio. Euro muss die Stadt die Architektenleistungen europaweit ausschreiben. Das bestätigte jetzt Bauamtsleiter Andreas Mayer.
Wie berichtet, soll das Gebäude auf der Nordseite des Bahnhofes entstehen. 600 Pkw-Stellplätze und 250 Abstellmöglichkeiten sind dort vorgesehen. Dazu gibt es eine Option, die Radplätze auf 500 aufzustocken.
Unstimmigkeiten gibt es auch noch um die im Parkhaus angedachten Servicestation für Radfahrer. Während sich die CDU gegen die Einrichtung ausspricht, verweisen die Grünen auf die Aussage von zwei örtlichen Fahrradhändlern, die so eine Station kostenneutral betreiben würden.
Und die Grünen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Da sie künftig eine bessere Taktung der Züge in Winsen erwarten und vielleicht sogar die Aufnahme in eine günstige HVV-Zone, rechnen sie mit noch mehr Pendlern, die mit dem Rad zum Bahnhof fahren. Deswegen wollen sie im Parkhaus in östlicher Richtung parallel zum Gleis eine Erweiterungsfläche für 2 x 200 Fahrräder geplant wissen und regen einen so genannten Orion-Doppelstpckparker für die Drahtesel an, durch den weitere rund 400 Plätze geschaffen werden können. "Das Platzangebot geht zwar zu Lasten der Pkw-Stellplätze. Aber wenn man bedenkt, dass das Land den Bau mit 8.000 Euro für jeden Pkw-Stellplatz bezuschusst, aber 12.000 Euro für einen Fahrradstellplatz zahlt, kommt die Stadt gar nicht um die Planung herum", sagt Grünen-Fraktionschef Bernd Meyer.
Übrigens: Die Fahrradabstellanlage auf der Südseite mit etwa 170 Plätze soll wie geplant im kommenden Jahr gebaut werden. Kosten: rund 165.000 Euro.