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Pauschale für Betreuung?

Matthias Parchatka (Foto: Stadt Winsen)

Trotz Kita-Beitragsfreiheit erwartet die Stadt Mehrkosten

thl. Winsen. Wenn das Land Niedersachsen zum Kindergartenjahr 2018/2019 zunächst 55 Prozent der Personalkosten in den Einrichtungen übernimmt, ist das für die Stadt Winsen zunächst einmal auskömmlicher als für viele andere Kommunen, weil die Entgelte im Bereich der Kinderbetreuung bewusst niedrig gehalten wurden. Darauf machte Kämmerer Matthias Parchatka gestern Abend in der Sitzung des Schul- und Kindertagesstätten-Ausschusses aufmerksam. Er wies jedoch auch darauf hin, dass in den kommenden Jahren trotzdem finanzielle Mehrbelastungen zu erwarten seien. Gründe dafür seien, dass die bisherige Finanzhilfepauschale hinter der tatsächlichen tariflichen Entwicklung zurückbleibe, Vertretungskräfte und Kräfte mit weniger als der Hälfte der tariflichen Arbeitszeit nicht in die Finanzhilfe des Landes mit einbezogen werden sollen und die Beitragsfreiheit erhebliche Nachfragesteigerung bei den Platzzahlen allgemein sowie auch bei den Ganztagsplätzen auslösen wird, was wiederum erhebliche bauliche Investitionen sowie zusätzliche laufende Kosten verursacht.
Zudem wird sich die Beitragsfreiheit auf einen Acht-Stunden-Platz beschränken. In Winsen gibt es aber auch Ganztagsplätze, die mehr als acht Stunden umfassen. Von den 22 Ganztagsgruppen besteht bei allen die Möglichkeit, die Betreuungszeit auf neun Stunden zu erhöhen. In mindestens zwei Fällen sogar auf zehn Stunden.
Um zu klären, wie mit diesem Umstand umgegangen werden soll, hatte die Verwaltung den Politikern drei Varianten aufgezeichnet:
• Variante I: keine zusätzlichen Regelungen - hierbei wären auch die Betreuungszeiten über die acht Stuinden hinaus kostenlos und die Stadt würde auf den Mehrkosten sitzenbleiben.
• Variante II: Reduzierung der Betreuungszeit - hierbei würde die Stadt ausschließlich nur noch Acht-Stunden-Plätze anbieten. Nachteil: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Eltern ist auf längere Betreuungszeiten angewiesen, weil der Arbeitsort in Hamburg ist.
• Variante III: Erhebung einer Pauschale - die von der Verwaltung favorisierte Variante sieht die Erhebung eines Betreuungsgeldes für das weitergehende Angebot erhoben. Dabei hat sie eine Summe von 10 Euro pro angefangene Wochenstunde vorgeschlagen. So wäre es bereits früher in Winsen bei der Spätbetreuung auch geregelt gewesen und hätte hohe Akzeptanz beim betroffenen Personenkreis gehabt, hieß es.
Für welche Variante die Politiker sich entschieden haben, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.