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Schwerer Eingriff in die Natur

Zahlreiche Bürger folgten den Ausführungen der Grünen (Foto: oh)
thl. Pattensen. Die Grünen des Winsener Stadtrates haben jetzt in einer öffentlichen Veranstaltung die verschiedenen Varianten einer Ortsumgehung nördlich und südlich von Luhdorf sowie nördlich von Pattensen präsentiert. Nach der Vorstellung der Verfahrensschritte der Planung durch die grünen Rats- und Kreistagsmitglieder Bernd Meyer und Dr. Erhard Schäfer folgte ein lebendige Diskussion über die Probleme sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten.
"Dabei wurde sehr deutlich, wie massiv alle Varianten in Natur und Landschaft eingreifen, während auf der anderen Seite ihr Nutzen - zumindest für die ansässige Bevölkerung - zweifelhaft bzw. nicht erkennbar ist", so Schäfer. Nicht nur zweifelhaft, sondern geradezu schädlich sei ihre Wirkung für die Landwirtschaft. Jede weitere Versiegelung des Bodens sei existenzgefährdend. Darauf habe das Landvolk - so nennt sich der Bauernverband in Niedersachsen - bereits in einem Schreiben an die Kreisverwaltung vor einem Jahr hingewiesen und sich gegen die Trassenplanungen ausgesprochen.
"Dass es - wie schon vor zwei Jahren - die Grünen sind, die das Straßenbauprojekt der Öffentlichkeit vorstellen, wirft ein bezeichnendes Licht auf das Demokratieverständnis in den Winsener Amtsstuben", sagt Schäfer und fragt: "Haben die aus Stuttgart 21 nichts gelernt?" Es hätte dem Landrat Joachim Bordt oder Winsens Bürgermeister André Wiese als jeweilige Chefs der an der Planung beteiligten Behörden gut angestanden, die Bürger so früh wie möglich zu informieren und ihre Meinungen kennen zu lernen, statt es den Grünen zu überlassen, diesen Job zu machen. "Wir mussten uns wie schon vor zwei Jahren die Planunterlagen auf Umwegen beschaffen."
Die Grünen wollen ihren Dialog mit den Bürgern fortsetzen. Am Montag, 10. Juni, findet um 19.30 Uhr im Gasthaus Kruse in Scharmbeck eine weitere Veranstaltung mit Vorstellung der Nordvariante statt. Interessierte sind dazu herzlich willkommen