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Schwerpunkt ist die Innenstadt

Das ISEK-Logo (Foto: Stadt Winsen)
thl. Winsen. Paukenschlag im Planungsausschuss der Stadt: Der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld (Bahnhofstraße inklusive Schandfleck Riedels Eck) sollen nicht im Sanierungsgebiet des "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Winsen 2030" (ISEK) aufgenommen werden. Zumindest, wenn es nach dem beauftragten Planungsbüro "BPW baumgart + partner" geht. Begründung: Man solle zunächst für ein kleineres Gebiet einen überschaubaren Kostenrahmen schaffen. Wenn das denn laufe, könne man auch das Bahnhofsgebiet anpacken und noch weitere Fördertöpfe "anzapfen", hieß es.
Wenn es nach den Planern geht, soll zunächst der Fokus auf das Gebiet zwischen Altstadtring und Schlossring, sowie vom Schlossplatz bis zur alten MTV-Halle und Bleiche gelegt werden. Dieses Areal umfasse rund 45 Hektar, so die Planer. Dort könne man die Bürgerwünsche, die sich bisher herauskristallisiert hätten, perfekt umsetzen: Natur und Freizeit, Wasser erleben in der Innenstadt sowie eine barrierearme City. Aber auch die Umgestaltung des Kirch- und des Schlossplatzes sowie der Personennahverkehr seien ins Blickfeld gerückt, hieß es weiter. Insgesamt habe man Maßnahmen nur für dieses Gebiet erarbeitet.
Die Ausschuss-Mitglieder zeigten sich erstaunt über die Tatsache, dass das Bahnhofsumfeld aus dem Sanierungsgebiet herausfallen soll. Dr. Erhard Schäfer (Gruppe Grüne/Linke) sah vor allem wegen Riedels Eck eine Begründung für den Sanierungsbedarf. Schließlich habe die Bahnhofstraße Portalcharakter, so Schäfer. Für Matthias Hüte (Freie Winsener) ist die Bahnhofstraße jetzt schon das Stiefkind der Stadt: "Was die Besucher hier für einen ersten Eindruck von Winsen bekommen, kann eine noch so schöne Innenstadt gar nicht wieder gut machen." Und Heidi Lühr (SPD) wies darauf hin, dass sich viele Bürger gerade wegen des Bahnhofsumfeldes in das ISEK eingebracht hätten. Dr. Cornell Babendererde (CDU) fand die Verkleinerung des Gebietes allerdings gar nicht so schlimm: "Zwei umgesetzte Ideen sind besser als gar keine."
Die Anregungen und Bedenken der Politiker werden jetzt noch in das Konzept eingearbeitet. Am Dienstag, 19. Mai, findet schließlich um 19 Uhr im Marstall eine öffentliche Abschlusspräsentation statt, ehe sich am 27. Mai nochmal der Planungsausausschuss und am 28. Mai der Verwaltungsausschuss abschließend mit dem Thema beschäftigen. Zum 1. Juni soll das Programm dann bei den zuständigen Fördergeldstellen angemeldet werden. Und im März/April 2016 erwarten die Planer die Rückmeldung über die Bewilligung der Gelder.