Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

SPD-Veranstaltung: „Frauen in der SPD - gestern - heute - morgen“

Wann? 29.08.2013 19:00 Uhr

Wo? Forum Soziales und Kultur, St.-Georg-Straße 1, 21423 Winsen (Luhe) DE
Svenja Stadler (Foto: oh)
Winsen (Luhe): Forum Soziales und Kultur | (bim/nw). Die älteste Partei Deutschlands, die SPD, feiert ihr 150-jähriges Jubiläum. Die Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (ADAV) am 23. Mai 1863 durch Ferdinand Lasalle (1825 - 1864), einen der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung, im Pantheon in Leipzig gilt als Geburtsstunde der Sozialdemokratie in Deutschland. Landauf, landab wird das Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert - auch vom SPD-Unterbezirk Harburg-Land.
Der Kampf der Frauen um Gleichstellung hat eine lange Tradition und ist eng mit der Geschichte der SPD verbunden.
Um „Frauen in der SPD - gestern - heute - morgen“ geht es in einer Veranstaltung am Donnerstag, 29. August, um 19 Uhr mit SPD-Bundestagskandidatin Svenja Stadler und Angelika Tumuschat-Bruhn, SPD-Ratsvorsitzende Gemeinde Seevetal, im Forum "Soziales und Kultur" in Winsen.

Hintergrund

Gleiches Recht der Frauen auf Ausbildung und Berufswahl sowie Beteiligung der Frauen an den „Interessen des Staates“ standen für Louise Otto Peters (1819 - 1895), Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung, in Leipzig im Vordergrund. Die Bedeutung der Berufsarbeit für die Gleichberechtigung der Frauen war Anliegen von Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857 - 1933). August Bebels 1879 erschienenes Werk „Die Frau und der Sozialismus“ wurde mitbestimmend für die sozialistische Theorie der Frauenemanzipation.
Hauptforderung des ersten „Internationalen Frauentags“ vom 19. März 1911 war das Frauenwahlrecht, das am 12. November 1918 eingeführt wurde. Am 19. Januar 1919 durften Frauen zum ersten Mal wählen. Unter den 37 in die Verfassung gebende Nationalversammlung wurde Marie Juchacz entsandt, Gründerin und bis 1933 Vorsitzende der „Arbeiterwohlfahrt“. Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur 1933 war das Ende der deutschen Frauenbewegung besiegelt.
Nach 1945 wurde die Frauenbewegung erst langsam wiederbelebt. „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich… Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Artikel 3, Absatz 1 und 2, des Grundgesetzes sprechen eine klare Sprache, und Artikel 2, Satz 2, verdeutlicht den Auftrag an die Politik: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
Erst mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Jahr 1972 gab es wieder eine Organisation in der SPD, die an die Traditionen der alten Frauenbewegung anknüpfte.
Heute geht es der SPD um eine umfassende und chancengleiche Möglichkeit der Teilhabe der Frauen an der Gesellschaft, um Partnerschaft in der Familie, um Chancengleichheit und Gleichstellung im Berufsleben, um Aufstieg statt Benachteiligung nur aufgrund des Geschlechts.