Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Supermarkt unerwünscht? - Gemeinde will Projekt angeblich nicht

Auf dieser Fläche an der Scharmbecker Straße will Jörg Schröder einen Supermarkt errichten, darf es bisher aber nicht (Foto: thl)
thl. Ashausen. Die Bürger von Ashausen müssen weiter auf einen Supermarkt warten, wenn er überhaupt mal kommt. Derzeit sieht es eher danach aus, als wenn das Projekt nie realisiert werden würde. Grund: Nach WOCHENBLATT-Informationen will die Verwaltung "so lange wie möglich den dörflichen Charakter Ashausens erhalten". Und da passt nach ihrer Meinung ein Supermarkt nicht dazu.
Das WOCHENBLATT fragte bei Tina Hirt, die seit Mai neue Bauleitplanerin im Rathaus ist, nach, wie der aktuelle Stand in Sachen "Supermarkt Ashausen" ist? Eine Antwort gab es - trotz mehrmaliger Nachfrage - nicht. Aus vertraulichen Quellen im Rathaus hieß es aber, dass Hirt sich bemühe, weiterhin alternative Standorte zu suchen und auch die Idee vom Dorfladen noch einmal aufleben lassen wolle.
Das WOCHENBLATT fragte bei den Fraktionen im Gemeinderat nach, wie ihre Meinung zum Thema ist. Immerhin will Investor Jörg Schröder schon seit mehr als drei Jahren einen Markt bauen und wird immer wieder vertröstet. Ein klares Statement bzw. Bekenntnis gab es dort allerdings auch nicht. Die BIGS äußerte sich überhaupt nicht zu dem Thema.
"Der Bürgermeister handelt im Einvernehmen mit den politischen Gremien", teilte Jürgen Neubauer für "Die Umsichtigen" kurz und bündig mit.
"Der dörfliche Charakter muss erhalten bleiben", sagt Helga Schenk von den Grünen. In Stelle und Winsen würde es eine Überversorgung an Einkaufsmöglichkeiten geben, deswegen brauche Ashausen keinen großen Supermarkt. Schenk: "Ein kleiner Markt mit Alleinstellungsmerkmal und einem Anteil Allgemeinbedarf reicht völlig aus."
Die SPD hofft, dass das Thema bald ein gutes Ende findet. "In den kommenden sechs Monaten muss klar werden, welche Alternativen grundsätzlich denkbar sind. Und diese müssen dann den Bürgern vorgestellt werden" so Fraktionschef Bernd Henke.
Wenig Verständnis für das Vorgehen der Gemeinde haben sowohl die CDU als auch die Gruppe Ziegler/FDP. "Warum wird eigentlich mit Investor Jörg Schröder nicht gesprochen?", fragt Peter Ziegler. "Stattdessen versucht die Gemeinde immer wieder neue Ideen zu finden. Ein Ding der Unmöglichkeit." Und CDU-Vorsitzender Spaude sagt: "Wir müssen dem Investor ganz klar sagen, ob er bauen darf oder nicht. Für mich steht fest, dass wir einen solchen Markt bei uns im Dorf benötigen."