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"Teilweise eine echte Gefahr"

Nino Ruschmeyer (Foto: oh)
thl. Winsen. "Innehalten, durchatmen und erst einmal bewerten, was die bisherigen Maßnahmen für die Sicherheit und den Verkehrsfluss auf Winsens Straßen bewirkt haben." Das ist die Reaktion von Ratsherr Nino Ruschmeyer (Gruppe Winsener Liste/FDP) auf einen Antrag der Gruppe Grüne/Linke zur weiteren Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept, der am Dienstagabend im zuständigen Fachausschuss beraten wurde. Ein ausführlicher Bericht zum Diskussionsergebnis dazu folgt.
Nicht alle Veränderungen durch das Konzept seien von Vorteil, so Ruschmeyer. Dies gelte sowohl für die Sicherheit der Radfahrer als auch der Autofahrer. "Zum Beispiel an der Kreuzung Bahnhofstraße/Stadtring beobachte ich nach dem dortigen Umbau regelmäßig Beinahe-Unfälle", so der Politiker. "Die Gefährdungslage scheint sich dort erhöht zu haben." Die neue Aufstellfläche für Radfahrer zwinge diese dazu, an vor der Ampel stehenden Fahrzeugen rechts vorbeizufahren, wobei sie regelmäßig den "toten Winkel" passieren müssten. "Wenn die Ampel in dem Moment auf Grün umspringt, entsteht dadurch eine echte Gefahr für die Verkehrsteilnehmer", so Ruschmeyer. Zumal der Radstreifen samt der Aufstellfläche den Radlern trügerische Sicherheit vorgaukle.
Aus diesem Grund votiert die Gruppe Winsener Liste/FDP dafür, dass die Verwaltung eine Übersicht der bisher umgesetzten Maßnahmen aus dem Konzept erstellt und diese unter Mitarbeit der Polizei und aufgrund statistischer Erhebungen "beleuchtet".