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"Vertrag geht nicht weit genug"

thl. Winsen. "Der kürzlich gefasste Beschluss für einen städtebaulichen Vertrag mit dem voraussichtlich neuen Eigentümer des Albert-Schweitzer-Viertels geht uns nicht weit genug", sagt Andreas Waldau, Fraktionsvorsitzende der Freien Winsener. Er hat sich in der betreffenden Sitzung des Verwaltungsausschusses klar gegen den Abschluss eines Vertrages in dieser Form ausgesprochen. Durch ein Schreiben im Vorfeld der Sitzung versuchte der mögliche neue Eigentümer die Politiker für sein Vorhaben zu gewinnen (das WOCHENBLATT berichtete).
„Wir haben den Brief zur Kenntnis genommen, ihm aber nicht wirklich viel Gewicht beigemessen“, erklärt Matthias Hüte, der die Freien Winsener im städtischen Bauausschuss vertritt. „Wir können nicht erkennen, dass es dem Kaufinteressenten um die Bewohner und nicht nur um seinen Profit. Von daher denken wir, das war ein weiterer Versuch, schnell und günstig mit seinem Vorhaben voranzukommen.“
Der Planungsexperte der Wählergemeinschaft, Dipl.-Ing. Tobias Jacobi, sagt: „Um den Bestand so zu sanieren, dass die Bewohner eine wirkliche Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität erhalten, muss mindestens das doppelte als die veranschlagten vier Millionen Euro investiert werden“. Der jetzt gewählte Weg könne deswegen höchstens ein Anfang sein. Die Freien Winsener weisen noch mal darauf hin, dass die im Rahmenplan beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden müssen. „Wozu wurde sonst der Plan erstellt und von den Gremien beschlossen?“, fragt Hüte.