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Winsener Congress-Centrum statt Stadthalle

thl. Winsen. Die Stadthalle ist seit vielen Jahren ein Streitthema in Winsen. Sie ist in die Jahre gekommen und sowohl von der technischen Ausstattung als auch vom Ambiente her nicht mehr zeitgemäß. Ebenso häufig wird der Standort kritisiert. Auf der anderen Seite gibt die Stadt regelmäßig hohe Beträge für die am dringendsten notwendigen Erneuerungsmaßnahmen aus. Diese sind aber immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein und verändern nichts an der Gesamtsituation.
In der Diskussion um die Zukunft der Halle (das WOCHENBLATT berichtete), hat die SPD jetzt einen Antrag für den Stadtrat gestellt, eine neue Halle – ein Winsener Congress Centrum (WCC) - auf den Weg zu bringen. "Die Bleiche ist dafür ein hervorragender Standort: Dort kann ein neuer Treffpunkt im Herzen der Stadt entstehen", begründet Vorsitzender Benjamin Qualmann. Das "WCC" müsse mehrere Komponenten enthalten: einen Kongresssaal für große Tagungen, Seminare, kulturelle Großveranstaltungen und Musikevents sowie große Familienfeiern. Ebenso aber auch Tagungsräume, ein Hotel mit Restaurant sowie Angebote für die Freizeitgestaltung wie Kegelbahnen, Bowling oder eine Szenekneipe.
"Mit diesem Ziel schaffen wir nicht nur einen zentralen Veranstaltungsort für die Winsener Kulturszene, wo Veranstaltungen durchgeführt werden können, die für den Marstall zu groß sind, sondern positionieren die Kreisstadt als Mittelpunkt der Kultur in der südlichen Metropolregion", ist sich Qualmann sicher. "Aber auch den Tourismus kurbeln wir an: Denn die Zahl der Betten ist in unserer Stadt seit Jahren bei Weitem nicht ausreichend und wird durch den Wegfall des Storchennestes noch weiter verstärkt", ergänzt SPD-Ratsherr Michael Schulze, der für den Antrag mit verantwortlich zeichnet.
Um das Ziel eines "WCC" zu verwirklichen, will die SPD mit dem Haushalt 2017 erste Meilensteine zu setzen und beantragt, dass der städtische Wirtschaftsförderer Justus Olesch Gespräche mit potentiellen Investoren führt. Denn die Stadt könne das Projekt nicht alleine stemmen, heißt es. Anschließend soll die Verwaltung eine „To Do“-Liste erarbeiten, aus der die notwendigen Rahmenbedingungen für das Projekt abgeleitet und geschaffen werden.
Da das Projekt "WCC" mittelfristig angelegt sei, sei es wichtig, dass bis zu seiner Realisierung den Organisatoren, Vereinen und Verbänden die Stadthalle in einem nutzbaren Zustand bereitgestellt werde. Dazu solle die Verwaltung eine Prioritätenliste über Maßnahmen aufstellen, die in den kommenden fünf Jahren zwingend notwendig seien. Und: Um sich bei Bedarf externe Unterstützung zu holen, sollen 25.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.