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Zustimmung verweigert - Gruppe Grüne/Linke scheitert mit Anträgen für Umbauten im Rahmen des Radverkehrskonzept

Diesen Bereich möchte Bernd Meyer gerne umgestalten lassen, fand aber im Ausschuss keine Mehrheit dafür (Foto: thl)
thl. Winsen. Die Gruppe Grüne/Linke ist im Bau- und Verkehrsausschuss mit einem Antrag zum Umbau von zwei Kreuzungsbereichen gescheitert. Es ging um die Bereiche Deichstraße/Hamburger Straße/Altstadtring/Hoopter Straße sowie Schanzenring/Eckermannstraße/Von-Somnitz-Ring.
"Beide Orte bergen große Gefahren für Radfahrer und könnten im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes Winsen 2030 mit angepackt werden", begründete Gruppensprecher Bernd Meyer. "Gerade die Kreuzung Wehrmann's Eck und die Hamburger Straße sind eine sehr frequentierte Schulwegverbindung. sowohl vom westlichen Teil der Stadt zum Schulzentrum Bürgerweide als auch zur Schule in der Fuhlentwiete." Ebenso diene dieser Bereich für alle Radfahrer als wichtige Verbindung zwischen dem westlichen Stadtteil und der Innenstadt. Deshalb bedürfe die Kreuzung einer dringenden Überarbeitung.
Noch mehr Priorität habe aber der Bereich Eckermannstraße, so Eike Harden (Gruppe Grüne/Linke). Die Radwegeführung sei dort ein großes Problem. "Erst knickt der Weg vom Schulzentrum aus in Richtung Innenstadt fahrend an der Ampel plötzlich ab, um dann auf der anderen Straßenseite im Nirwana zu verschwinden." Harden schlug vor, eine gerade Radwegführung auf der Fahrbahn einzuführen.
"Ich habe dort noch nie Radfahrer oder Fußgänger gesehen, die Probleme haben", sagte Roderick Pfreundschuh (AfD) und bekam Unterstützung von Anton Zeyn (CDU): "Ich kenne die Kreuzung bestens, da läuft alles. Das größere Problem sind dort Radfahrer, die auf der falschen Seite unterwegs sind."
Meyer verwies auf ein Fachbüro aus Hannover, dass die beiden Kreuzungsbereiche für einen Umbau vorgeschlagen hatte. Zeyn konterte: "Man muss ja nicht alles umsetzen, was von denen angeführt wird."
Auch für den Kreuzungsbereich Deichstraße - im Volksmund kurz Wehrmann's Eck genannt - konnte sich die Gruppe Grüne/Linke nicht durchsetzen. "Das Problem ist, dass dort mehrere Straßenbaulastträger mit im Boot sind, das wird dann schwierig", erläuterte Verwaltungsvize Christian Riech. Die Idee der Gruppe, trotzdem schon mit einer Planung anzufangen und diese dann vorzulegen, fand aber keinen Anklang. "Wir wollen nicht in Vorleistung treten, das Geld ist dann nämlich weg", brachte es Eckhard Spende (CDU) auf den Punkt.
Mit breiter Mehrheit wurden die beiden Anträge abgelehnt.