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Zweiter Bestattungswald soll kommen

In diesem Wäldchen neben der Kapelle will die Stadt den Bestattungswald verwirklichen. Die Politik soll dafür grünes Licht geben
thl. Winsen. Der Bestattungswald in Borstel wird gut angenommen. Seit Anfang 2015 wurden dort rund 36 Baumbestattungen umgesetzt. Aufgrund der großen Nachfrage nach dieser Bestattungsform will die Stadt Winsen jetzt eine zweite Bestattungswaldfläche ausweisen - und zwar auf dem Roydorfer Friedhof. Der Ausschuss für Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Feuerschutz soll im Rahmen seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 7. April, (17.30 Uhr im Rathaus) grünes Licht für das Projekt geben.
Auf dem städtischen Friedhof in Roydorf befindet sich ein rund 8.000 Quadratmeter großes Waldstück mit Nadelbäumen und vorgelagerten Laubbäumen. Der Friedhofswald wird über den Wohnweg Siegland direkt an die Luhdorfer Straße angebunden und endet in einem Wendehammer. Hier grenzen ausreichend Besucherstellplätze für den Friedhof an. Vom südlichen Parkplatz aus führt ein Trampelpfad direkt in das Waldgrundstück hinein. Ein fußläufiger Nebeneingang vom Ilmer Moorweg aus führt zur nördlich an die Waldfläche angrenzende Friedhofskapelle, von wo aus eine kurze fußläufige Anbindung zum Waldgebiet hergestellt werden könnte. Von westlicher Seite aus besteht die Möglichkeit einer Anbindung über den Jungfernstieg.
Die großstämmigen Nadelbäume könnten - wenn auch nicht üblich - für eine Beisetzung mit Urnengräbern in Frage kommen, heißt es seitens der Verwaltung. Und weiter: Zunächst solle erst einmal eine Fläche von etwa 1.500 bis 2.000 Quadratmetern umgewidmet werden, die später je nach Bedarf erweitert werden kann. Aus dem Trampelpfad will die Stadt ab der Kapelle einen vernünftigen Weg herstellen.
Zuvor sollen allerdings sechs einzelne Bäume am Rand einer Rasenfläche nördlich des Roydorfer Friedhofes für rund 60 bis 70 Urnengräber nutzbar gemacht werden. Dieses könne ohne großen Aufwand geschehen, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss. Hintergrund: Für die Herstellung einer 2.000 Quadratmeter großen Fläche für einen Bestattungswald muss die Stadt etwa 12.000 Euro zahlen. Für die Nutzung einzelner Bäume als Bestattungsbäume fallen "nur" 5.000 Euro an.